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Herzog Navaho Bead Chant

Ident. Nr.: VII WS 116

ObjID: obj:750118

Details (expert)

Creator/Entity
George Herzog (1901-1983),
Sammler*in
Date(s)
Aufnahmejahr: 1932
Systematics/Type
Geographical references
Aufnahmeort: Albuquerque
Nordamerika,
Kontinent
New Mexico,
Region
Material / Technique
—

Object Description

Die Beschriftung der Walzen lautet "Herzog Navaho Bead Chant" sowie "Herzog Navaho Songs I - III". Es ist nicht klar, ob die 3 Walzen "Navaho Songs" zu der Sammlung "Bead Chant" gehören. Galvanisierung und Herstellung von Kopien wurde von Mrs. Mary Wheelwright bezahlt. Die Walzen (54 + 3) wurden nach Berlin geschickt und als FE 8 inventarisiert. Umfangreiche Korrespondenz mit Mrs. Wheelright liegt vor. Kopien der Galvanos gingen lt. Korrespondenz an: American Museum of Natural History (New York), Bureau of American Ethnology (Washington), Mr. Kenneth Chapman (Santa Fe) und Dr. Sapir, Dept. of Anthropology, University of Chicago. Kopien der Sammlung befinden sich heute in Washington (vgl. FCP:75), dort bezeichnet als "Bead Way Chant". Texte und Transkriptionen befinden sich im Nachlaß von Herzog in USA. (wo ?)

Last updated: 21.08.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.