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Tarairiu-Frau

Ident. Nr.: KdZ 24542 verso

ObjID: obj:1018967

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Albert Eckhout (um 1610),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: um 1640
Systematik/Art
Weitere Titel
Tarairiu-Frau
Tapuya-Indigene (Waíkana)
Tapuya-Indianerin
Abmessungen
Blattmaß: 37,2 x 25,8 cm
Erwerbung
1652 aus der Sammlung des Johann Moritz von Nassau-Siegen (1637 bis 1644 Gouverneur der niederländischen Ostindindischen Kompanie) an Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Eingliederung in die kurfürstliche Bibliothek, von dort 1831 Übergabe an das Kupferstichkabinett

Objektbeschreibung

Es handelt sich um einen historischen Werktitel bzw. eine überlieferte Beschreibung, die rassistisch oder anderweitig diskriminierend ist. Die SMB distanzieren sich von diesem Sprachgebrauch und setzen sich kritisch damit auseinander.

Letzte Aktualisierung: 17.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.