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Ident. Nr.: I. 5623

ObjID: obj:1521082

Details (Expert)

Datierung
um 800
Datierung engl.: c. 800
Dynastie: Abbasiden
Dynastie - engl.: Abbasids
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 34,5 cm
Breite: 35 cm

Objektbeschreibung

Gegossenes Aquamanile mit graviertem und tauschiertem Dekor. Das Aquamanile, ein Gießgefäß, hat die Gestalt eines großen Raubvogels, vermutlich eines Adlers. Kopf, Flügel- und Schwanzfedern sind plastisch gearbeitet und das Gefieder in einem Schuppenmuster graviert. Auf der Brust und auf beiden Flügeldecken sind große, ursprünglich silbertauschierte Wirbelrosetten angelegt, während am Übergang zum Hals drei halbe Rosetten wie die Anhänger einer Kette erscheinen. Das Gefieder des Vogels ist als Schuppenmuster angegeben, dessen Konturen kupfertauschiert waren mit einem silbertauschierten Punkt in der Mitte. Die Oberseite des Halses sowie die gesamte Fläche des Körpers sind mit größeren und kleineren verflochtenen Medaillons graviert, in denen Blüten, Rosetten, Hasen, andere Vierbeiner und diverse Vögel erscheinen. Alle übrigen Flächen sind mit Blattranken bedeckt, die stark an die Stuckfriese aus Samarra (Irak) und Raqqa (Syrien) erinnern. Auf dem Rücken ist als Henkel ein springendes Tier angebracht, dessen Kopf fehlt und dessen Vorderbeine auf einem Tierkopf stehen. Auf dem Kopf des Adlers ist oben ein Einfüllloch; eine weitere Öffnung ist unter dem Bauch mit einem Deckel verschlossen. Vier kleine Durchbohrungen befinden sich in der Brust, über dem Schnabel und in den Ohren. Flüssigkeiten konnten durch den Schnabel ausgegossen werden. Ein Bein fehlt; im linken Flügel ist ein größeres Loch.
Derartige Aquamanile sind in der islamischen Kunst selten – sie waren den höchsten höfischen Kreisen vorbehalten.

Letzte Aktualisierung: 27.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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