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Ident. Nr.: 1883,1963 a

ObjID: obj:1521424

Details (Expert)

Datierung
18./19. Jahrhundert
Datierung engl.: 18th - 19th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Iran,
Land
Abmessungen
Höhe: 24 cm
Durchmesser: 10,8 cm
Durchmesser: 4,5 cm Rand
Durchmesser: 9,3 cm Fuß
Tiefe: 19,2 cm Tülle bis Henkel

Objektbeschreibung

Frei geblasene Kanne aus grünem Glas mit Applikationen und gekniffenem Dekor. Der kugelige Körper geht in einen konisch zulaufenden Hals über, der unterhalb des Randes zu einer Wulst gestaucht ist. Auf der Schulter ist eine hochgezogene Tülle angesetzt mit einer Applikation an der Spitze, die an eine Flügelschraube erinnert. Am Hals ist ein dicker Faden aufgelegt, der als Henkel nach unten auf die Schulter gezogen und dort zu einer kleinen Öse gebogen ist. Der Boden ist hochgestochen.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.