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Ident. Nr.: I. 6182

ObjID: obj:1524074

Details (Expert)

Datierung
um 740
Datierung engl.: c. 740
Dynastie: Umaiyaden
Dynastie - engl.: Umayyads
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Jordanien,
Land
Fundort: Mschatta,
Ort
Material / Technik
Kalkstein, geschnitten
Abmessungen
Höhe: 55 cm
Breite: 47 cm
Tiefe: 32 cm
Gewicht: 79 kg

Objektbeschreibung

Fragment einer Skulptur aus Kalkstein. Das etwa lebensgroße Fragment gibt den Oberkörper eines Mannes wieder, von dem nur der Torso ohne Kopf oder Arme erhalten ist. Unterhalb des Schlüsselbeins ist ein halbrunder Wulst zu erkennen, der unterschiedlich interpretiert wurde. Ob es sich um den Saum eines eng anliegenden Kleidungsstückes oder um eine Kette handelt, ist unklar. Vorgeschlagen wurde auch ein Panzer. Vor der rechten Brust hebt sich ein vertikaler Wulst ab, der an der Schulter beginnt und unterhalb der Brust endet. Seine Deutung ist ebenfalls ungeklärt, auch die eines kleinen Steinblocks an der rechten Hüfte. Der Rücken ist nur sehr wenig ausgearbeitet und hat an der linken Schulter eine Vertiefung. Daher wurde eine Aufstellung als Relieffigur und nicht als freistehende Statue in Erwägung gezogen. Gefunden auf der Ostseite des großen Hofes der Säulenhalle.
Lebensgroße Statuen von Frauen, Männern und Tieren gehörten zur Ausstattung des Wüstenschlosses von Mschatta. Bis heute sind die Fragmente von über 20 Statuen im sogenannten Thronsaal sowie in der Säulenhalle im Eingangsbereich entdeckt worden. Eine derartige Ausstattung ist auch aus den zentralen Bereichen anderer umaiyadischer Paläste bekannt, wo große Skulpturen aus Stuck nachgewiesen werden konnten. Sie zeigen, dass in frühislamischer Zeit im weltlichen Umfeld der Kalifenpaläste das sogenannte Bilderverbot des Islam keine spezielle Beachtung fand.
Das Statuenfragment gelangte 1903 zusammen mit der Palastfassade als Geschenk des osmanischen Sultans an Kaiser Wilhelm II. nach Berlin.

Letzte Aktualisierung: 04.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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