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Ident. Nr.: I. 3998

ObjID: obj:1525438

Details (Expert)

Datierung
2. Hälfte 12. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd half of the 12th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Syrien,
Land
Abmessungen
Höhe: 31 cm
Breite: 25,5 cm
Tiefe: 4,5 cm

Objektbeschreibung

Fliese eines Inschriftenfrieses. Auf Spiralrankengrund ist ein Teil einer arabischen Inschrift erhalten. Die hellen Spiralranken und Buchstaben heben sich vom blauen Grund ab.
Die erhaltenen Buchstaben (l-ʿabd l-) lassen darauf schließen, dass es sich hierbei um das Ende einer Widmungs- oder Stiftungsinschrift (amal al-ʿabd al-faqir = [ausgeführt von dem demütigen] Diener) handelt. Eine weitere Fliese, die ebenfalls zu diesem Fries zu gehören scheint, gibt den Beginn einer Stifterinschrift wieder (I. 7/72).
Diese Fliese wurde 1907 in ar-Raqqa erworben. Ar-Raqqa wurde ab der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts von der Dynastie der Zengiden beherrscht. Nur ad-Din Zangi (1146-1174) veranlasste u.a. dort ein umfangreiches Bauprogramm. Auch der Duktus der Inschrift lässt sich mit zeitgenössischer Buchkunst in Verbindung bringen. Üblicherweise wurden in dieser Zeit jedoch Bauinschriften aus Stein, Backstein oder Stuck gefertigt. Inschriftenfelder aus glasierter Keramik setzten sich erst ab dem 13. Jahrhundert durch. Damit bilden die beiden glasierten Fliesen die frühesten Zeugnisse für einen monumentalen Bauinschriftenfries aus diesem Material.

Letzte Aktualisierung: 22.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.