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Gibbon mit Jungtier im Geäst

Ident. Nr.: 2009-142

ObjID: obj:1851855

Credit: Sammlung Klaus F. und Yoshie Naumann

Details (Expert)

Beteiligte
Kōgetsu Sōgan 江月宗玩 (1574 - 1643),
Künstler*in
Datierung
Edo (Tokugawa)-Zeit
1. Hälfte 17. Jh.
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Bildmaß: 99 x 35 cm

Objektbeschreibung

Zwar ist nicht klar, wer das Bild dieses einarmig im Geäst eines Baumes hängenden Gibbon gemalt hat, der Verfasser der Aufschrift ist hingegen sehr prominent. Er war der Sohn des wohlhabenden Kaufmanns Tsuda Sōgyū (gestorben 1591) aus der Hafenstadt Sakai bei Osaka, der als Teemeister den Militärherrscher Oda Nobunaga (1534–1582) beriet und eine bedeutende Schrift zum Teeweg verfasste. Unter dem Namen Kōgetsu Sōgan machte der als Kalligraph hoch angesehene Schreiber Karriere im buddhistischen Klerus und stand dem bedeutenden Zen-Tempel Daitokuji in Kyoto als Abt vor. Dort hatte er Zugang zu dem in Japan sehr berühmten Triptychon des chinesischen Mönch-Malers Muqi (ca. 1200–1270), welches den Bodhisattva Kannon (c. Guanyin) gerahmt von einem Kranich und einer Gibbon-Familie zeigt und auf komplexe Weise als Bild der buddhistischen Erleuchtung interpretiert wird. Es scheint, dass hierin auch die Inspiration für dieses spielerische Bild eines Affen mit Jungtier liegt.
Ein Gutachten des bekannten Connaisseurs Kohitsu Ryōhan (?–1853) nennt den Maler Kano Eitoku (1543–1590) als Autor, die Kastenaufschrift hingegen seinen weitaus weniger bekannten Zeitgenossen Yamada Dōan (?–1571). Die Aufschrift gibt dem Bild seine zutiefst buddhistisch geprägte Bedeutung.

Letzte Aktualisierung: 15.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

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Niedriger Tisch (oder Fußbank)

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