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Ident. Nr.: Kt I. 151.9

ObjID: obj:2005915

Details (Expert)

Datierung
4./5. Jahrhundert
Datierung engl.: 4th - 5th century
Geografische Bezüge
Herkunft (Allgemein): Irak,
Land
Fundort: Ktesiphon,
Ort
Abmessungen
Höhe: 6 cm
Breite: 10,3 cm
Tiefe: 3 cm

Objektbeschreibung

Fragment einer modelgeformten Friesplatte aus Stuck. Der Lotusblütenfächer gehörte zu einem Blütenfries um einen Halbrundstab, der den Bogen eines Iwans, einer mit einem Tonnengewölbe überdeckten, zu einer Seite offenen Vorhalle, einfasste. Der Fächer wächst aus einem Dreiblatt als Hülse heraus, das auf einem doppelten Heftel aufsitzt. Diese Teile sind am Fragment nicht mehr erhalten.
Es wurde neben zahlreichen weiteren Bruchstücken bei den Ktesiphon-Grabungen in einem Haus der Siedlung Umm az-Zaʿtir freigelegt. Insgesamt konnte ein größerer Bogen- bzw. Archivoltenabschnitt zusammengesetzt und das Dekor des östlichen Iwans teils graphisch rekonstruiert werden. Die nicht über Bruchkanten anpassenden Fragmente werden im Museumsdepot aufbewahrt.

Letzte Aktualisierung: 24.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Islamische Kunst

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Text im Hauptfeld: Firdausi, Schahname, Geschichte von König Dschamschid, der das Handwerk des Schneiders und das des Eisenschmieds lehrt; Text am Rand: aus Maulana Kamal al-din, Divan, Gedichte.Kustode überschnitten.Bild nahezu quadratisch über ganze Hauptfläche und über den Rand nach rechts oben und unten beidseitig des Trenndreiecks ausgeweitet.Miniatur: im Hauptfeld füllt sie schmale Goldleisten-Rahmen ganz aus, am Rand überdeckt sie Rahmen meist. Ein kräftig blauer Himmel, in den sich ein alter Baum gewunden erhebt, kontrastiert mit der hellen, eintönig mit Reihen grüner Grasbüschel besetzten Landschaft und balanciert die überwiegend dunkel gehaltene Gruppe von fünf Männern. Der König sitzt mit angezogenem Knie mit Polster und Kissen hoch auf dreiseitig umschlossenem Thron, dessen Stützen mit Vorhang verdeckt sind und hinter dem sich zwei Höflinge mit Mütze bzw. Turban bereithalten. Er gebietet zwei Handwerkern Einzelheiten ihrer Berufe – Zuschneiden, Hämmern auf dem Amboss mit Lederschürze, daneben die Lehmofen-Esse mit Blasebalg. Himmelsblau abweichend, vermutlich nachträglich übermalt, Gesicht des Königs beschädigt, die übrigen wohl weitgehend ergänzt.Randillumination: in größerem Dreieck symmetrisches Blumen-Arrangement in Gold mit Päonien und Rosette, in kleineren Dreiecken je ein Blatt- und Blumenbouquet gegenständig zur gegenüberliegenden Seite.