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Altar der Hand

Ident. Nr.: III C 8758 a,b

ObjID: obj:212269

Credit: Eigentum der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments

Details (Expert)

Beteiligte
William Downing Webster (1895),
Sammler*in
Datierung
19. Jh.
Geografische Bezüge
Nigeria,
Land
historische Angabe (Hauptkatalog): Benin,
Königreich
Material / Technik
Holz
Abmessungen
Objektmaß: 49 x 60 x 33 cm (Gesamtmaß)
Objektmaß: a) 13,5 x 60 x 33 cm
Objektmaß: b) 39 x 26,5 x 26,5 cm
Gewicht: 17,35 kg (Gesamtgewicht)
Gewicht: a) 9,15 kg
Gewicht: b) 8,2 kg
Erwerbung
Auftrag im Königreich Benin im 19. Jh.; Besitz vor 1897 derzeit unbekannt; vermutlich geplündert im Zusammenhang mit der britischen Eroberung von Benin, 1897; in unbekanntem Besitz zwischen Feb. 1897 und 1899; erworben vom Museum für Völkerkunde von William D. Webster, 1899.

Objektbeschreibung

Die Individualisierungstendenzen in der Kunst Benins des 18. und 19. Jahrhunderts zeigen sich in der Entstehung eines neuen Altartyps, des Altars der Hand. Während Altäre mit den Gedenkköpfen der Verehrung der Ahnen und der von ihnen überkommenen Macht dienen, so steht die Verehrung der Hand an den neuen Altären für die individuellen Fähigkeiten und Leistungen des Menschen. Altäre des Königs, aber auch die der Würdenträger, zeigen die geballte Hand mit emporgestrecktem Daumen. [Benin_Königreich]

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.