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Gedenkkopf eines Würdenträgers

Ident. Nr.: III C 21937

ObjID: obj:212763

Credit: Eigentum der Bundesrepublik Nigeria, National Commission for Museums and Monuments

Details (Expert)

Beteiligte
Max von Stefenelli (1901),
Sammler*in
Datierung
19. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Nigeria,
Land
Benin,
Königreich
Material / Technik
Holz, Metall, Patina
Abmessungen
Objektmaß: 40,5 x 20 x 20 cm
Gewicht: 3,8 kg
Erwerbung
19. Jh, Auftragsarbeit im Königreich Benin; vermutlich im Besitz von Oba Ovonramwen oder seinem Umkreis im Exil bis ca. 1908; erworben von Max von Stefenelli um 1908; verschenkt von M. von Stefenelli an das Königliche Museum für Völkerkunde Berlin, 1908.

Objektbeschreibung

Wie die Könige errichteten auch Würdenträger und Dorfvorsteher Gedenkaltäre für ihre verstorbenen Vorgänger. Rituelle Opfer an diesen Altären stärkten die Beziehung der Lebenden zu den Ahnen. Die Ausstattung der Altäre ist mit denen der königlichen Gedenkaltäre vergleichbar. Der entscheidende Unterschied liegt in der Verwendung bestimmter Materialien, die Ausdruck der hierarchischen Gesellschaft Benins waren. Messing für Gedenkköpfe und Altarfiguren oder Elfenbein war mit wenigen Ausnahmen nur dem König vorbehalten. Auf den Gedenkaltären von Personen mit niedrigerem Rang standen Gedenkköpfe aus Holz, das zum Teil als Ausdruck einer besonderen Privilegierung durch den König mit dünnem Messingblech überzogen war. [Benin_Königreich]

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.