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Inventar Sammlung der Zeichnungen in der National-Galerie Inventarband Nr. F V

Ident. Nr.: EB_KKB-B_SDZ_LZ_1966-1974_5

ObjID: obj:3116569

Credit: Provenienz und Bestand. Online-Publikation der Erwerbungsbücher und Zugangsverzeichnisse der Staatlichen Museen zu Berlin. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Details (Expert)

Beteiligte
zugeschrieben: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin (seit 1831),
Folgeherausgeber*in
zugeschrieben: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin (seit 1831),
Verwalter*in
Zuschreibung unsicher: Sammlung der Zeichnungen an der Nationalgalerie (ab 1876-1992),
Verfasser*in
Datierung
Entstehungsjahr: um 1966
Entstehungszeit: um 1966-1974
Zugangszeitraum: um 1966-1974
Weitere Titel
Inventar Sammlung der Zeichnungen in der National-Galerie Inventarband Nr. F V
Kupferstichkabinett: Nationalgalerie Inventarium F V [betr. die "Sammlung der Zeichnungen"] (Berlin, Ost)
Geografische Bezüge
Verwendungsort: Berlin
Entstehungsort: Berlin
Material / Technik
—
Abmessungen
Höhe x Breite: 35 x 20 cm (1)

Objektbeschreibung

Kollationsvermerk: handschriftlich mit Seitenzahlen, doppelseitiger Scan mit 418 Seiten, S. 1-202

Enthält: Erwerbungsbücher der Staatlichen Museen zu Berlin

Letzte Aktualisierung: 17.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

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Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.