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Hieratischer Papyrus mit der Geschichte des Sinuhe und der Geschichte des redekundigen Bauern

Ident. Nr.: P 10499

ObjID: obj:606744

Details (Expert)

Beteiligte
James Edward Quibell (11.11.1867–5.6.1935),
Grabungsleiter*in
Sir Alan Henderson Gardiner (29.3.1879 - 19.12.1963),
Mäzen*atin
Datierung
12. Dynastie (Mittleres Reich -> Ägypten)
Abweichende Datierung: 12.-13. Dynastie
Weitere Titel
Hieratischer Papyrus mit der Geschichte des Sinuhe und der Geschichte des redekundigen Bauern
Übersetzung: Hieratic papyrus with the Story of Sinuhe and the Story of the Eloquent Peasant
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 8 cm (Rolle, lt. Inv.) - s.a. Unterdatensätze

Objektbeschreibung

Dies ist der berühmte Text der Lebensgeschichte des Sinuhe. Dieser Text gehörte zur klassischen Literatur des Alten Ägypten in mittelägyptischer Sprache. Die hier vorliegende Fassung ist eine "Taschenbuchausgabe" mit geringen Maßen. Der hieratische Papyrus aus der 12. Dynastie wurde in einem Grab im Bezirk des Ramesseums gefunden. Daher ist er im Zusammenhang mit anderen Texten diese Kontexts zu sehen, die sich u.a. im British Museum London befinden. Die Langfassung des Sinuhe-Textes ist in den beiden Berliner Handschriften B und R unter der Inventarnummer P 3022 zu finden.
V. Lepper

Letzte Aktualisierung: 04.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Büste der Göttin Isis auf rundem Sockel

Auf einem runden, nach oben verjüngten Sockel liegt eine Kugel, auf der die Büste der Göttin Isis in ihrer hellenistischen Ikonographie steht. Sie ist in einem attischen Chiton und darüber einer Knotenpalla gekleidet, wobei die Palla nach oben gezogen wurde, um den Kopf zu bedecken. Auf dem Kopf trägt Isis über der Palla einen Kopfschmuck, der aus Kuhhörnern, zwei Getreideähren, zwei Straußenfedern und einem Granatapfel besteht. Die Augen wurden mit kleinen Goldplatten aufgelegt. Zwei Vertiefungen auf den Goldplatten fungieren als die Pupillen der Göttin.Um die ägyptischen Gottheiten besser in der hellenistischen Weltanschauung integrieren zu können, fand bereits vor der Eroberung Alexanders des Großen die Angleichung ägyptischer Gottheiten mit den hellenistischen statt. So wurde Isis zum Beispiel häufig mit Demeter, Io oder Aphrodite gleichgesetzt. Die vielfachen Bedeutungen und Eigenschaften der ägyptischen Isis machte sie jedoch zu einer allumfassenden Göttin, die mit allen Göttinnen identisch war. Als Pendant zu dem neu kreierten ägyptisch-hellenistischen All- und Dynastiegott Serapis bekam Isis ebenfalls eine hellenistische Darstellungsform. Die vielfältigen Kronenvarianten und Attribute der Isis, analog zu den zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten mit anderen Göttinnen, dienen dabei als Modifikations- und Verstärkungselemente sowie der Einbindung in kultische und mythische Zusammenhänge.So kennzeichnen die Kuhhörner der Berliner Isis-Büste, die zusammen mit den hohen Straußenfedern die Verbindung mit der ägyptischen Göttin Hathor verdeutlichen, genauso wie zur hellenistischen Io. Die Ähren und der Granatapfel stehen zudem für den Zusammenhang der Isis mit Demeter und Kore-Persephone. In dieser Gestalt der Isis tritt der Natur- und Fruchtbarkeitsaspekt deutlich in den Vordergrund.Des Weiteren wies der Bereich Palästina schon in pharaonischer Zeit enge Kontakte mit Ägypten auf. Hinzu kommt, dass sich die Isis-Kulte in der griechisch-römischen Zeit weit über die Grenzen Ägyptens hinaus über den gesamten Mittelmeerraum verbreiteten. Daher ist es nicht verwunderlich, im Land Israel solch eine Isis-Büste finden zu können.(I. Liao)