Logo

Archiv Ewe I

Ident. Nr.: VII WS 7

ObjID: obj:750008

Details (Expert)

Beteiligte
Berliner Phonogramm-Archiv (1900),
Sammler*in
Datierung
Aufnahmejahr: 1904
Systematik/Art
Geografische Bezüge
Aufnahmeort: Berlin
Afrika,
Kontinent
Togo,
Region
Ewe,
Ethnie
Material / Technik
—

Objektbeschreibung

Die Numerierung der Walzen ist nicht einheitlich, die Zahl der Walzen wurde anhand der Eingangsnummern ermittelt. Auf 23 Walzen sind insgesamt 34 Stücke aufgenommen.

Inhalt: traditionelle Vokal- u. Instrumentalmusik

Es liegt ein handschriftliches Protokoll vor, danach wurden einige Walzen von Prof. Carl Meinhof aufgenommen. Ausführliche Anmerkungen und Texte mit Übersetzungen liegen vor. Laut Marius Schneider war Diedrich Westermann an den Übersetzungen beteiligt (vgl. Marius Schneider 1943/44:1).

Einige Transkriptionen in Schneider 1943/44. Schneiders Angaben (1943/44) zu dieser Sammlung sind offensichtlich unrichtig.

Letzte Aktualisierung: 21.08.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.