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Ballonkleid mit rosa Punkten

Ident. Nr.: 2003,KR 469 a-d

ObjID: obj:888165

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Cristóbal Balenciaga (1895 - 1972),
Designer*in
Datierung
um 1958
Geografische Bezüge
Entstehungsort stilistisch: Paris
Abmessungen
Länge: Kleid VL. 102 cm
Länge: Kleid RL. 126 cm
Länge: Taillenband 152 cm

Objektbeschreibung

Für Schnitt und Dekor dieses gebauschten Ballkleides ließ sich Cristóbal Balenciaga von den Kostümen der Flamenco-Tänzerinnen seiner spanischen Heimat inspirieren. An ein schlichtes schulterfreies Korsagenoberteil mit herzförmigem Dekolleté setzt in Taillenhöhe der ringsum angekrauste, voluminöse Rock an. Er erhält seine gebauschte Form durch die Fülle des festen Tafts, der bis in Kniehöhe lose nach innen umgeschlagen ist und rund und locker fällt. Der Rock ist vorn kürzer, eine Querraffung mit Schleifenapplikation strukturiert die Stoffmassen. In der Taille kaschiert ein separates, in Form gearbeitetes Bindeband den Rockansatz. (CHWA)

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Schlafende Venus mit Cupido

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Die schlafende Venus liegt halb aufgerichtet auf einer Bettstatt mit goldroter Decke. Über ihr Knie klettert schlaftrunken ein Cupido mit goldenen Flügeln. Am oberen Bildrand ziehen fliegende Putten ein goldgrünes Tuch wie einen Baldachin über das Bett, links daneben hängt ein vergoldeter Vogelkäfig. Die surreal erscheinende Szene spielt in einer reich gegliederten, sich im Hintergrund zu einer Landschaft öffnenden Bogenarchitektur. Umgeben ist die Liebesgöttin von manieristischen Skulpturen, kunstvollem Mobiliar, konzertanten Musikinstrumenten und kostbarem Hausrat. Alles erscheint zu einem bedeutungsgeladenen Stillleben verdichtet, ist weniger Abbild denn Sinnbild und Anregung zu philosophischer Betrachtung.An der Rückseite befindet sich eine Aufschrift, die den auf Hinterglasmalereien spezialisierten Zürcher Hans Jacob Sprüngli (um 1599–1637) und den Winterthurer Glasmaler Hans Jegli (1579–1643) als Schöpfer des Werkes nennt. Sie verwendeten verschiedene Methoden des Amelierens: Auf das Glas aufgebrachte Blattvergoldungen wurden fein ausradiert, mit farbigen Lacken hintermalt und mit Zinnfolien hinterlegt. Andere Partien wurden in durchscheinend aufgetragenen Ölfarben ausgeführt, wobei „rückwärts“ gemalt und die hellsten Lichter und tiefsten Schatten zuerst gesetzt wurden. Auch „trügerische Hinterglasmalerei“ wurde angewendet, so ist die Figur der Venus in herkömmlicher Weise auf Pergament gemalt, ausgeschnitten und auf das Glas appliziert worden.Ebenso wie das vielschichtige Bildprogramm sollte auch die komplizierte technische Ausführung Anlass zu vertiefter Beschäftigung mit dem Gemälde bieten. Ganz in diesem Sinne ist die als Teil der Signatur auf die Rückseite geschriebene Künstlerdevise zu verstehen: „ist EE feracht / Dan gemacht“ („ist eher veracht[et] als gemacht“). LL