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Ident. Nr.: IV A 516 a,b

ObjID: obj:1017866

Details (expert)

Creator/Entity
Johan Adrian Jacobsen (9.10.1853 - 1947),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Haida,
Ethnie
Material / Technique
Holz (bemalt)
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 79 x 49 x 53 cm
Gewicht: 16,7 kg
Acquisition
Zugang ungeklärt (Expedition) 1882

Object Description

Deckelkiste, angeblich Haida.
Höhe: 51 cm; Breite: 79 cm; Tiefe: 48,5 cm
Sammlung; Jacobsen 1881 Inv.Nr.: IV A 516
Obwohl diese mit Motiven des Bibers bemalte Kiste im Inventarbuch als "Haida" eingetragen ist, bleibt unklar, ob Jacobsen sie tatsächlich bei den Haida erworben hat. Stilistisch ist sie den "Bella Bella" zuzuordnen, und es ist sogar zu vermuten, dass sie ebenfalls von Captain Carpenter stammt. In sei9nem Reisebericht erwähnt Jacobsen, dass er bei dem Aufenthalt in Bella Bella am 13. September 1881 auch " eine mit hübschen Schnitzereien versehene Vorratskiste" erworben habe.

Last updated: 02.11.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.