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Ident. Nr.: IV Ca 41701

ObjID: obj:103407

Details (expert)

Creator/Entity
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Date(s)
500 - 1550
Geographical references
Cartago,
Provinz
Material / Technique
Stein
Dimensions
Objektmaß: 11,9 x 14,8 x 24,2 cm
Tiefe: (Schale) 4,5 cm
Wandstärke: 0,9 cm

Object Description

Tiefe, vierbeinige Steinschale. Das skulpturierte Objekt stellt eine stehende Raubkatze dar, deren Rumpf als Behälter gestaltet wurde. Auf der Außenseite der Schalenwand befinden sich zwei umlaufende, gravierte Friese. Das hochständige Panel zeigt zwei Bänder, die ineinander verschlungen sind (Guilloche-Motiv). Der tiefständige Fries bildet mehrere, horizontale Wellenlinien ab. An der Nahtstelle beider Panele setzt ein mittelständiges Kopfprotomen an. Es hat zwei kleine aufgestellte Ohren, runde Augen, verzierte Schläfen und ein halb geöffnetes Maul. Das plastisch dargestellte Wesen besitzt einen gekrümmten Schwanz, der mit geometrischen Gravuren versehen wurde. Er bildet einen großen, vertikalen Rundhenkel, der sich unterhalb des Schalenbodens bis zur Ansatzstelle des gegenständigen Kopfprotomens verlängert. Die vier tiefständigen Beine des gut erhaltenen Objekts besitzen gravierte, geometrische Verzierungen. An der linken Schalenwand befindet sich eine große Fehlstelle.

Die beinständigen Gravuren scheinen die Verzierungen der Schalenwand zu imitieren. Symbolische Bedeutung: das Guilloche-Motiv gilt in der Keramik der Region Gran Nicoya als diagnostischer Anzeiger für die späte Phase des Policromo Medio (1350-800d.C.) Es wird häufig (Ferrero 1975: 405) als zwei Schlangenleiber interpretiert, die ineinander verschlungen sind. Dasselbe Dekor kann aber auch Textil oder Flechtwerk symbolisieren.

Kulturelle Bedeutung: ähnliche Objekte treten in der Region Gran Nicoya und im Zentralen Hochland von Costa Rica auch als Keramiken auf. Sie gehören in der Regel zum Formeninventar der Gruppe Birmania Policromo (1350-1000d.C.).
(Künne 2005)

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.