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Ident. Nr.: IV Ca 41708

ObjID: obj:103414

Details (expert)

Creator/Entity
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Date(s)
500 - 1000
Geographical references
Cartago,
Provinz
Material / Technique
Stein
Dimensions
Objektmaß: 2,5 x 7,5 x 6,3 cm

Object Description

Kleine, zoomorphe Steinskulptur. Die massive Figur scheint einen fliegenden Vogel oder eine schwimmende Schildkröte darzustellen. Das abgebildete Wesen besitzt einen übergroßen Kopf, der direkt an den Schultern ansetzt. Es hat kleine, eingetiefte Augen und einen kurzen, gedrungenen Schnabel. Sein Ober- und Unterkiefer werden durch eine gravierte Linie voneinander getrennt. Die Skulptur besitzt weit ausgebreitete Flügel oder Flossen. Ihre Oberseite wird durch ein graviertes Lineardekor verziert. Auf der konvexen Unterseite des Objekts markieren eingetiefte Linien die Ansatzstellen der Fortbewegungsorgane und des Kopfes. Die gut erhaltene Skulptur besitzt eine geglättete und polierte Oberfläche.

Die Form des inventarisierten Objekts erinnert an die tönernen Gefäßflöten der Gruppe Mora Policromo (1350-800d.C.). Soziale Bedeutung: Mason vermutet, daß die meisten Skulpturen der Capelladas-Pacayas-Gruppe Lesefunde sind. Er glaubt, daß ähnlich kleine Steinfiguren bei religiösen Zeremonien verwendet wurden (1945: 271, 280). Ihre einfache Form kann eine besondere kulturelle Tradition oder mangelnde handwerkliche Fertigkeiten anzeigen. Symbolische Bedeutung: die bribrí und cabécar des kostarikanischen Hochlandes glaubten, daß sich ihr Kulturheros sibö in einen Papagay (ara macao) verwandeln könne. Für die panamaischen cuna spielten Vogelfiguren eine wichtige Rolle in Heilgesängen (Wassén 1949: 13 ff.). Auf die semantische Verbindung von Vogel-, Seelen- und Schamanenvorstellungen weisen für die bribrí und cabécar des 20. Jahrhunderts auch Bozzoli de Wille (1982: 53) und Stone (1963: 137) hin.

Kulturelle Bedeutung: die Gruppe wurde zuerst von Lehmann (1913) und Mason (1945) beschrieben. Sie umfaßt kleine, massive Skulpturen, die von den Fundorten Capelladas, Pacayas (beide bei Juan Viñas) und San Isidro de Arenilla (bei San José) stammen. Die Objekte stellen zoomorphe und anthropomorphe Wesen dar, die auf einer planen Basis stehen, hocken, knien, sitzen oder liegen. Sie können vogel-, affen-, katzen-, echsen- sowie männer- oder frauenähnliche Gestalten verkörpern. Die Figuren besitzen einen großen, runden Kopf, ein flaches Gesicht und einen breiten, eingetieften Mund. Ihre relativ kurzen Arme und Beine nehmen wenige, standartisierte Haltungen ein. Die Zeitstellung der Gruppe kann nicht zweifelsfrei bestimmt werden, da ihre archäologischen Kontexte unbekannt sind. Die kaum differenzierten Typen scheinen aufgrund ihrer Gestaltung auf die Periode V (1000-500d.C.) zu verweisen.
(Künne 2005)

Last updated: 24.10.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}