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Ident. Nr.: IV Ca 41713

ObjID: obj:103419

Details (expert)

Creator/Entity
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Date(s)
1 - 1550
Systematics/Type
Geographical references
San José,
Provinz
Material / Technique
Stein
Dimensions
Objektmaß: 7,5 x 4 x 19,9 cm
Gewicht: 1,28 kg

Object Description

Zweigliedriger Bastklopfer, der aus einer zylindrischen Handhabe und einer ovalen Schlagfläche besteht. Auf der Arbeitsseite des Objekts befinden sich neun gerade Eintiefungen, die parallele Linien bilden. Alle Rillen besitzen die gleiche Breite und Tiefe. Ihre abgeschliffenen Ränder weisen auf einen intensiven Gebrauch des Werkzeugs hin. Das gut erhaltene Objekt ist geglättet und hoch poliert.

Historisch-ethnographische Analogie: die traditionelle Kleidung der kostarikanischen bribrí bestand an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aus Bast- und Borkenmaterial (mastate), das durch Klopfen und Reiben aufgeweicht und geglättet wurde (Gabb 1875: 517; Skinner 1919: 72f.).

Kulturelle Bedeutung: die Objekte dienten in Mesoamerika zur Herstellung von Kleidungselementen und Papieren, die aus den Fasern verschiedener Agavearten oder aus dem Bast kautschukhaltiger Bäume angefertigt wurden. Um die Elastizität der borkenähnlichen Ausgangsstoffe zu erhöhen, wurden die verwendeten Materialien geklopft, geschabt und gerieben. Hartman (1907: 51) beschreibt flache Bastklopfer, die vom Fundort Las Huacas (Gran Nicoya) stammen. Sie besitzen eine ovale oder runde Form. Ihre Ober- und Unterseiten haben gerade Eintiefungen, die mehrere parallele Linien bilden. Snarskis (1981: 202, Fig. 143) stellt zwei Werkzeuge vor, die nur auf einer Seite mit Rillen versehen wurden. Einige Instrumente besitzen ausschließlich glatte Ober- und Unterseiten (Hartman 1907: 31). Daneben treten auch zweigliedrige Objekte auf, die aus einer zylindrischen Handhabe und einer ovalen Schlagfläche bestehen (Chaves Chaves und Fontana Coto 1993: 47).
(Künne 2005)

Last updated: 24.10.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.