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Ident. Nr.: IV Ca 41715

ObjID: obj:103421

Details (expert)

Creator/Entity
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Date(s)
500
Geographical references
Cartago,
Provinz
Material / Technique
Stein
Dimensions
Objektmaß: 8,5 x 9 x 12,8 cm
Gewicht: 1,3 kg

Object Description

Kleiner, zoomorpher Kopf ohne Halsansatz und Standfläche. Das ovaloide Objekt besitzt einen breiten, halb geöffneten Mund, in dem sich große, rechteckige Zähne befinden. Das dargestellte Wesen hat runde Augen, die im Tiefrelief ausgeführt wurden. Seine Nüstern, Augenbrauen und Ohren werden durch eingetiefte Punkte bzw. Linien markiert. Am Hinterkopf der Skulptur erscheinen fünf gravierte Linien, die in einer trichterförmigen Vertiefung münden. Die Oberfläche des gut erhaltenen Objekts ist geglättet und leicht poliert.

Die unvollendete Skulptur scheint einen katzenähnlichen Kopf darzustellen. Er wird durch breite, gravierte Linien verziert, die ein U-förmiges Profil besitzen. Am linken Ohransatz ist die Abfolge der subtraktiven Arbeitsschritte erkennbar. Zunächst wurden zwei parallele Linien in das Objekt geschnitten. Danach schlug man den entstandenen, mittelständigen Steg ab. Zuletzt wurden die verbleibenden Überstände mit Glättsteinen eingeebnet. Soziale Bedeutung: Mason glaubt, daß ähnlich kleine Steinfiguren bei religiösen Zeremonien verwendet wurden (1945: 271).

Kulturelle Bedeutung: während die anthropomorphen Steinköpfe der Periode VI (1550-1000d.C.) immer auf einem Halsansatz mit Standfläche ruhen, treten zoomorphe Kopfplastiken auch ohne Hals und Basis auf (Ferrero 1975: 321, Ilus. III-80). Hartman (1901: 26, 37, Pl. 7(1), Pl. 14(3)) dokumentierte am Fundort Las Mercedes (Atlantisches Tiefland) zwei steinerne Lesefunde, die skulpturierte Tierköpfe verkörpern.
(Künne 2005)

Last updated: 24.10.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.