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Die eherne Schlange

Ident. Nr.: KdZ 507

ObjID: obj:1053040

Details (expert)

Creator/Entity
Nachfolge: Lucas Cranach der Ältere, Werkstatt (um 1504-1553),
Zeichner*in
Zuschreibung unsicher: Lucas Cranach (der Ältere) (1472-1553),
Zeichner*in
Date(s)
Herstellung: 1530-1550
Datierung des Originals: 1515
Systematics/Type
Provenance
Matthäus Merian der Jüngere (1621-1687),
798273
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg und Herzog in Preußen (1620-1688),
1688
Friedrich Wilhelm I. König von Preußen (1688-1740),
174976
Königliche Bibliothek ,
ca. 1780-1814
Überweisung: Königliche Akademie der Künste zu Berlin,
1814-1831
Dimensions
Bildmaß: 21,6 x 21,6 cm
Andere: Kettlinienintervalle: [.]-40-39-40-40-[.] mm
Andere: Rippliniendichte: 10/10 mm
Acquisition
Alter Bestand, vermutlich von Kurfürst Friedrich Wilhelm (1620-1688) erworben, 1831 von der Königlichen Akademie der Künste an das neu gegründete Kupferstichkabinett überwiesen

Last updated: 06.10.2026

Contact

Institution:

Kupferstichkabinett

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Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

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Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.