The Terrible One
Ident. Nr.: SSG 293
ObjID: obj:1065432
n/a
Contact
Institution:
Sammlung Scharf-Gerstenberg
Email:
ssg@smb.spk-berlin.deDetails (expert)
- Involved
- Dating
- 1960
- Additional titles
- Collection title: The Terrible OneDer SchrecklicheOriginal title: Le terrible
- Material / Technique
- Tusche auf Japanpapier
- Dimensions
- Höhe x Breite: 49,7 x 32 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1065432
Object Description
Die Quellen für Mark Tobeys Malerei liegen in Ostasien. Die chinesische Kalligrafie faszinierte ihn ebenso wie die ostasiatische Bildkunst, und er verstand es, diese auf subtile Weise mit den Einflüssen europäischer Malerei zu verbinden. Eine längere Reise führte ihn in den 1930er Jahren nach Schanghai und Japan. Hier beschäftigte er sich für einige Zeit in einem Zen-Kloster in Kyoto mit der Lehre und der Malerei des Zen und mit der Kalligrafie. In dieser Zeit entwickelte er auch seine Idee der „moving line“, einer frei fließenden und beseelten Linie, mit der er feste Formen als Energien darzustellen vermochte. Als All-over schweben die kalligrafischen Lineamente aus feinen Zeichen über die Leinwand. Früher noch als Jackson Pollock entdeckte Tobey den unbändigen Fluss fließender Farbe und die Struktur des All-over. Seine meditativ-kontemplative Geisteshaltung fand in der bildfüllenden Struktur flirrender Linien einen Widerhall. In „The Terrible One“ (Der Schreckliche), einem Blatt aus dem Spätwerk, kehrte Tobey nach Jahren der Abstraktion wieder zum Figürlichen zurück. Mit pulsierenden Strichen schwarzer Tusche schuf er einen Rhythmus, in dem die Figur als Verdichtung der Farbe erkennbar wird. | Melanie Franke
Last updated: 11.12.2025
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