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Ident. Nr.: IV Ca 46856

ObjID: obj:108584

Details (expert)

Creator/Entity
Walter Lehmann (16.9.1878 - 2.7.1939),
Sammler*in
Date(s)
700 - 1550
Geographical references
Punta Arenas,
Provinz
Boruca,
Ort
Material / Technique
Stein
Dimensions
Objektmaß: 17 x 22,7 x 42 cm
Länge: (Arbeitsfäche) 30 cm
Andere Maße: Stärke (Arbeitsfläche): 2,3

Object Description

Kleiner, skulpturierter Reibtisch, der ein katzenähnliches Wesen darstellt. Das steinerne Objekt besteht aus einem ovalen Bodenstein und vier zoomorphen Beinen, die leicht nach innen geneigt sind. Die Schmalseiten der konkaven Arbeitsfläche werden durch zwei gegenständige, katzenähnliche Protomen verziert. Sie stellen den Kopf und den Schwanz eines Feliden dar. Die realistische Gestalt besitzt kleine, aufgestellte Ohren und ovale Augen. In ihrem rechteckigen, leicht geöffneten Maul erscheinen große, reliefierte Zähne. Der Nasenrücken des dargestellten Wesens wird durch ein graviertes Dekor verziert. Es besteht aus schrägen Linienbündeln, die gegeneinander gesetzt wurden. Die Verzierung wiederhohlt sich auf der Oberseite des skulpturierten Schwanzes. Das breit abgeflachte Körperteil wurde so gestaltet, als hätte es die Katze elegant um das linke Hinterbein geschlungen. Auf den vertikalen Partien des Bodensteins befindet sich ein umlaufender Fries, der schräge, parallele Linien zeigt. Der Reibtisch hat eine plane Unterseite. Seine vier unverzierten Beine sind leicht gebeugt. Das rechte Hinterbein wurde stark nach innen gestellt. Das linke Vorderbein besitzt eine hochständige, geklebte Bruchstelle. Die Gravuren des Objekts sind mäßig erodiert. Der Reibtisch besitzt kaum Nutzungsspuren.
(Künne 2005)

Weitere Informationen zur sozialen, symbolischen und kulturellen Bedeutung, sowie zu Fundkontext und Periodisierung konnten wegen technischer Probleme von Museum Plus nicht in die lange Beschreibung integriert werden.

Last updated: 01.10.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.