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Ident. Nr.: VI 30481

ObjID: obj:1113629

Details (expert)

Creator/Entity
Richard Neuhauss (17.10.1855 - 9.2.1915),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Melanesien,
Großregion
Nordost-Neuguinea,
Insel/Region
unterer Sepik,
Fluss/Gebiet
Material / Technique
Holz, geschnitzt, bemalt
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 18,5 x 4,7 x 4,5 cm

Object Description

Karteikarte :
Der große Kopf der gleichmäßig braun bemalten Figur sitzt unmittelbar dem Rumpf auf, an dessen Seiten die Arme gestreckt herabhängen, mit den Händen die ausladenden Hüften berührend. Die kurzen, stämmigen Beine stehen so auf dem Rand des rundlichen Sockels, dass die zehen nach unten weisen. Gesäß und Waden sind verdickt, Knie und Ellbogen mit wulstartigen Erhabenheiten versehen, Nacken udn Brustpartie markant gegen die angrende Fläche abgesetzt, und es entsteht fast der Eindruck, es handle sich bei der Brust um die vom Obergesicht getrennte Gesichtshälfte. Die schräggestellten Augen - in der Längsrichtung mit einer Einkerbung versehene, spitzovale Erhabenheiten - liegen in vertieften Feldern, deren von einer Rille begleitete Randleiste an beiden Nasenflügeln ihren Ausgang nimmt. Das Nasenseptum ist durchbrohrt. Nasenflügel und -rücken sind über die Nasenspitze hinaus zu einem den Mund ersetzenden Schnabel verlängert, dessen verdicktes, querdurchbohrtes Ende oberhalb des stark hervortretenden Geschlechtsteils mit der Bauchfläche verschmilzt. Die Ohren, zweimal durchbohrte Stege, bilden die Fortsetzung der gerundeten Leiste, welche die Stirnfläche gegen das die Frisur kennzeichnende Feld begrenzt. Dieses trifft auf dem mit einem hohen, querdurchbohrten Steg ausgestatteten Hinterhaupt spitzem Winkel auf die Begrenzung des Nackens, während es auf der Frontseite ein von eingeschnittenen Linien gebildetes Ornament enthält. Die durch einen ausgeprägten Grat markierte Mittellinie endet an dem scheibenförmigen, vermutlich das Haarkörbchen darstellenden Aufsatz des Kopfes.

Last updated: 17.03.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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Kappe aus Ulmenbastgewebe. Zur Jagd und im Winter getragen. Mit dunkel- und hellblauem Baumwollgarn bestickt und mit Baumwollstoff gesäumt. Am Scheitel ist eine dreieckige Troddel aus attus (Ulmenbastgewebe) angebracht.Dieses Stück wurde 1873 auf der Weltausstellung in Wien gezeigt.Die Bastfasern, die sogenannten Ohyo, die für diese Kappe verwendet wurden, stammen von der inneren Rinde einer Ulmenart (Ohyo tauro/ Ulmus Laciniata). Darüberhinaus wurden von den Ainu zum Weben von Textilien auch die Bastfasern von japanischen Linden (Shina-no ki/ Tilia Japonica) und Nesselfasern verwendet. Die Ulme gilt unter den verschiedenen Materialien jedoch als das am besten geeignete für die Herstellung von Kleidern, da sie sehr weiche Fasern hat, die Nesselfasern hingegen sind dünner und weißer als die der Ulme.Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-priority:99; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin-top:0cm; mso-para-margin-right:0cm; mso-para-margin-bottom:8.0pt; mso-para-margin-left:0cm; line-height:107%; mso-pagination:widow-orphan; font-size:11.0pt; font-family:"Calibri",sans-serif; mso-ascii-font-family:Calibri; mso-ascii-theme-font:minor-latin; mso-hansi-font-family:Calibri; mso-hansi-theme-font:minor-latin; mso-bidi-font-family:"Times New Roman"; mso-bidi-theme-font:minor-bidi; mso-fareast-language:EN-US;}