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Mattenbinden (잘이매는모양 chari maenŭn moyang)

Ident. Nr.: I D 44041

ObjID: obj:131898

Details (expert)

Creator/Entity
Paul Georg von Moellendorff (17.2.1847 - 20.4.1901),
Sammler*in
Zuordnung unsicher: Heinrich F.J. Junker (1889 - 1970),
Sammler*in
Ostasiatische Sammlung (1951),
Vorbesitzer*in
Date(s)
vor 1882
Systematics/Type
Geographical references
Korea,
Land
Material / Technique
Tusche auf Papier
Dimensions
Länge: 25,8 cm
Breite: 20,6 cm

Object Description

Abbilundug vom Mattenbinden: Mit dem Weben von Strohmatten erzielten bäuerliche Familien gewöhnlich Nebeneinkünfte. Meist wurden die Matten aus Binsen und Riedgras hergestellt. Sie wurden auf einem einfachen Rahmen gewebt, indem dünne, von Gewichten straff gehaltene Schnüre abwechselnd über die Stängel gelegt wurden. Der kleine Junge massiert offenbar die Schultern des Webers.
Nach: Christina H. Y. Han in: Korea Around the 1900: Paintings of Gisan, Toronto 2006, S. 104
Oben rechts: Hangul-Aufschrift 잘이매는모양 + Künstlersiegel (chin.): 箕山

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.