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Wayang Tanzszene

Ident. Nr.: VIII C 1213

ObjID: obj:1368632

Details (expert)

Creator/Entity
Emil Riebeck (11.6.1853 - 22.6.1885),
Sammler*in
Date(s)
1888
Geographical references
Indonesien,
Land/Region
Java,
Insel
Material / Technique
—
Dimensions
Bildformat (Foto): 14,3 x 9,8 cm

Object Description

Die mittlere Person, ein Mädchen steht nach vorn gebeugt zwischen den beiden anderen, am Boden sitzenden Personen. Sie trägt einen Kopfaufsatz, verschiedenen Schmuck und breitet ein Tuch vor dem am Boden sitzenden Jungen aus. Dieser Junge auf der linken Seite trägt ebenfalls viel Schmuck, sitzt im Schneidersitz und blickt frontal in die Kamera. Hinter seiner rechten Schulter ist ein Kris zu sehen. Das Mädchen auf der rechten Bildseite ist im Profil abgebildet, sie trägt ähnliche Kleidung und Schmuck wie die beiden anderen. Am rechten Bildrand ist ein Blumenständer, am linken Bildrand eine Säule und ein Vorhang zu sehen. Vermutlich handelt es sich hie rum eine Inszenierung des Wayang Wong, in dem die Schauspieler keine Masken mehr tragen und ihre Rollen selbst sprechen.

3 Schauspieler spielen im Fotostudio eine Theaterszene nach. Es sind die gleichen Personen wie bei VIII 1214.

Last updated: 29.07.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.