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Christus zwischen Maria und Johannes dem Täufer (Deesis)

Ident. Nr.: 2193

ObjID: obj:1373071

Details (expert)

Dimensions
Höhe: 4,8 cm
Breite: 4,2 cm

Object Description

Das Medaillon hat die Form eines Rechtecks mit abgerundeten Ecken. Es trägt die Darstellung der Deesis, das heißt Fürbitte, in ihrer dreifigurigen Ausprägung. In der Mitte thront frontal Christus, ein Buch in seiner linken Hand, die rechte im Redegestus vor die Brust geführt, auf einem Thron mit gedrechselten Beinen. Seine Füße ruhen auf einem Fußschemel (Suppedaneum). Zur Rechten Christi steht seine Mutter Maria, zu seiner Linken Johannes der Täufer. Sie wenden sich leicht vorgeneigt und mit bittend erhobenen Händen Christus zu. Alle drei Figuren sind durch Nimben ausgezeichnet, in den Nimbus Christi sind Kreuzhasten als Zeichen seines Todes am Kreuz eingezeichnet. Zuseiten seines Kopfes wird er durch seinen griechischen Namenskürzel IC XC für 'Jesous Christos' noch einmal ausdrücklich bezeichnet. Die linke Buchstabengruppe ist durch einen Ausbruch an der oberen Kante des Medaillons fast völlig zerstört.
Maria und Johannes der Täufer galten durch ihr besonderes Verhältnis zu Christus - Maria als Mutter, Johannes als Vorläufer Christi - als besonders geeignet, als Vermittler zwischen den Menschen und Christus zu dienen. So entstand der Bildtypus der Deesis, also Fürbitte, in dem die beiden für die Vergebung der Sünden der Menschen bitten.
Das Medaillon wird seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst.

Last updated: 24.07.2026

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Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Die grazile Frauengestalt, in Mieder und einem bodenlangen, die Füße vollständig bedeckenden Kleid gehüllt, ist in einer ausgewogenen Torsion dargestellt. Dem leicht einwärts gekehrten Spielbein, das sich unter dem vom Wind erfassten Stoff deutlich abzeichnet, antwortet der nach links gewendete Oberkörper, während der Kopf sich wiederum über die rechte vorgeschobene Schulter neigt. Die schwungvolle Körperbewegung wird durch die gleichmäßigen, von allen Seiten fein ausgearbeiteten Gewandfalten effektvoll nachgezeichnet. Von gleicher handwerklicher Raffinesse ist die Ausarbeitung der anmutigen Physiognomie und des am Hinterkopf zum Knoten geschlungene Haares. Über die Identität der kleinen Figur lässt sich nur spekulieren. Die frei angesetzten Unterarme mit den zur Seite ausgerichteten und zum Gebet zusammengefalteten Händen, sind wohl eine spätere Ergänzung. In den frühesten Inventareintragungen (1655 und 1757), als sich die Statuette noch in der Brandenburgisch-Preußischen Kunstkammer befand, wurde sie mal mit Turm, mal mit Kelch beschrieben, womit sie eindeutig als hl. Babara zu identifizieren wäre.Bislang konnte kein Künstler dem Werk eindeutig zugeordnet werden. Allerdings finden sich von dem in Regensburg tätigen Maler Albrecht Altdorfer (1480-1538) einige Zeichnungen, in denen nicht nur der gleiche Frauentypus vorkommt, sondern auch ein ganz ähnlicher Körperaufbau mit geradezu identischen Faltenzügen. Es ist daher plausibel, den Autor dieser anmutigen Mädchenfigur in Regensburg, im Umkreis Albrecht Altdorfers zu suchen.

Heiliger Nikolaus

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