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Tafel zur Dämonenabwehr

Ident. Nr.: I D 48060

ObjID: obj:137543

Details (expert)

Creator/Entity
Paul Unschuld (1992),
Sammler*in
Date(s)
1975
Systematics/Type
Geographical references
China,
Land
Hongkong,
Stadt
Material / Technique
Holz, bemalt
Dimensions
Durchmesser: 21 cm

Object Description

Traditionelles Tür-Amulett zur Abschreckung unheilbringender Dämonen....Dämonenfratze mit Insignien der Macht: einem Schwert, dem Schriftzeichen für König (wang 王) zwischen den Augen, mit den Acht Trigrammen des Yijing sowie den 太極 Taiji-Schriftzeichen auf der Stirn, nach oben abschließend das bandartige Siebengestirn.
Unschuld, Paul: Huichun- Rückkehr in den Frühling. Chinesische Heilkunde in historischen Objekten und Bildern, Berlin/München (Veröffentlichungen des Museums für Völkerkunde Berlin. Neue Folge 62, Abteilung Ostasien III. 1995, S. 201 (Tafl 154)

Last updated: 26.08.2026

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Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.