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Hieroglyphischer Papyrus mit einer Vignette aus dem Totenbuch: Seelen des Westens und des Ostens

Ident. Nr.: P 10468

ObjID: obj:1427587

Details (expert)

Additional titles
Collection title: Hieroglyphischer Papyrus mit einer Vignette aus dem Totenbuch: Seelen des Westens und des Ostens
Translation: Hieroglyphic papyrus with a vignette from the Book of the Dead: Souls of the West and East
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 17 x 53 x 0,03 cm

Object Description

Dies ist eine Vignette aus dem altägyptischen Totenbuch. Hier ist eine Darstellung der Seelen des Westens und des Ostens affenköpfig wiedergegeben. Sie beten mit erhobenen Armen den Sonnenaufgang an. Dieser Papyrus datiert in die griechisch-römische Zeit.
V. Lepper

Last updated: 24.07.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).