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Zwei Relieftafeln mit Szenen aus dem Leben Christi und Mariae

Ident. Nr.: 2721

ObjID: obj:1441530

Details (expert)

Date(s)
verbale Datierung: 14. Jahrhundert
17. Jahrhundert
Systematics/Type
Material / Technique
Steatit, Rahmen aus Holz und Stuck
Dimensions
Höhe x Breite: 19 x 13,5 cm (Tafel)
Höhe x Breite x Tiefe: 32 x 33,5 x 4 cm (Rahmen)
Gewicht: 1781 g
Acquisition
1902 im Kunsthandel gekauft; vormals in der Sammlung Barberini, dann Besitz Sir Th. Carmicael

Object Description

Auf der linken Tafel ist mittig Christus abgebildet. Zehn Bildfelder mit Darstellungen von Festen rahmen ihn: 1. Geburt, 2. Taufe, 3. Einzug in Jerusalem, 4. Verklärung, 5. Kreuzigung, 6. Kreuzabnahme, 7. Beweinung (Grablegung), 8. Anastasis, 9. Himmelfahrt, 10. Pfingsten. – Auf der rechten Tafel sind die: Theotokos Hodegetria und zehn Szenen aus dem Leben Marias zu sehen: 1. Begegnung Annas und Joachims am Stadttor, 2. Geburt Marias, 3. Einführung Marias in den Tempel und Speisung durch den Engel, 4. Verkündigung, 5. Verlobung mit Joseph (?), 6. Heimsuchung, 7. Prüfung Marias (Fluchwasser), 8. Darstellung Christi im Tempel, 9. Todesbotschaft an Maria, 10. Tod Marias (Koimesis). – Der kanonische Festbildzyklus besteht seit dem 11. Jahrhundert aus zwölf Szenen, deren Anordnung in der Regel der Abfolge der Hauptfeste innerhalb des Kirchenjahres entspricht. Das Berliner Diptychon weicht hiervon mehrfach ab, indem jeweils nur zehn Bilder um eine zentrale, ganzfigurige Darstellung von Christus bzw. der Gottesmutter versammelt sind. Auf der Christustafel fehlt die Lazaruserweckung, dafür sind Kreuzabnahme und Beweinung neu hinzugekommen, ebenso auf der Marientafel Verkündigung, Darstellung im Tempel und Koimesis. Hier scheint auch eine ikonographische Verwechslung vorzuliegen, indem die Szene der Ersten Schritte Marias auf die Verlobung mit Joseph bezogen wurde. Die Beweinung (Grablegung) wurde erst im 14. Jahrhundert in den Zyklus eingefügt. Der bräunliche Rahmen sowie einige Ergänzungen gehen auf das 17. Jahrhundert zurück.

Last updated: 25.09.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.

Weibliche Gestalt aus einem Behang mit dionysischen Motiven

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