Kubisches Architekturelement mit Relief eines männlichen Kopfes zwischen zwei zurückblickenden Löwen
Ident. Nr.: 6391
ObjID: obj:1442659
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Institution:
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Email:
sbm@smb.spk-berlin.deCredit: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Olaf M. Teßmer
Credit: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Photographer
Credit: Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / SBM Archivaufnahme Public Domain Mark 1.0
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Details (expert)
- Date(s)
- 11. Jahrhundert
- Geographical references
- Material / Technique
- Marmor
- Dimensions
- Höhe x Breite x Tiefe: 30 x 58 x 58 cmGewicht: 190 kg
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1442659
Object Description
Der an drei Seiten verzierte Block war, wie so viele Spolien aus älterer Zeit, an der Stadtmauer von Konstantinopel nahe der Festung Yedikule eingemauert, vermutlich im Zusammenhang mit einer Reparatur. Er stammte jedoch aus einem unbekannten architektonischen Zusammenhang und diente ursprünglich als Konsole oder Pfeilerkämpfer. Auf der Vorderseite sitzen zwei Löwen nach außen gewendet. Die übergroßen Köpfe – der linke ist weggebrochen – sind zur Mitte zurückgedreht, ihre Hinterleiber berühren sich. Den rhombenförmigen Zwischenraum füllt eine jugendliche männliche Maske mit scharf geschnittenen Zügen und starrem Ausdruck. Auf der linken Nebenseite sitzen innerhalb eines vertieften Bildfeldes zwei Greifen mit zurückgewendeten Köpfen – auch hier ist der linke weggebrochen. Ihre Hinterleiber und Flügelspitzen berühren sich wieder in der Bildmitte. Auf der rechten Nebenseite sind um eine zentrale Kreuzrosette zwei gegenständige Papageien angeordnet, die auf Kugeln sitzen. Ihre Schwänze überkreuzen sich, die Köpfe sind zurückgedreht, die Schnäbel picken an den Blättern der Rosette. Halsbänder und Gefieder sind durch einfache Kerbstiche angedeutet, die Flügeldecken sind mit Rosetten verziert. Die Tiermotive und die heraldische Kompositionsweise gehen wohl auf Anregungen aus der sasanidischen Kunst zurück, die zunächst über die Textilkunst (Seidenweberei) in Byzanz Eingang gefunden hatten. Besonders die gegenständigen Papageien gehörten zum Repertoire der mittelbyzantinischen Kapitelldekoration.
Last updated: 29.07.2026
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Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
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