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Apostel Petrus

Ident. Nr.: 1

ObjID: obj:1442673

Details (expert)

Date(s)
4./5. Jahrhundert
Abweichende Datierung: 16. Jahrhundert
Systematics/Type
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Rom
Provenance
Giovanni Pietro Bellori,
373154
Brandenburgisch-Preußische Kunstkammer,
17. Jahrhundert - 19. Jahrhundert
Überweisung: Königliche Museen zu Berlin, Abteilung der Bildwerke der christlichen Epochen,
19. Jahrhundert - 1904
Königliche Museen zu Berlin, Frühchristlich-Byzantinische Sammlung,
1904–1918
Staatliche Museen zu Berlin, Frühchristlich-Byzantinische Sammlung,
1919–1945
Staatliche Museen zu Berlin, Frühchristlich-Byzantinische Sammlung (West-Berlin),
1945–1990
Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Spätantike und Byzantinische Kunst,
1990–2000
Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst,
2000
Material / Technique
Bronze
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 9,5 x 5 x 4,4 cm
Acquisition
Aus der Kurfürstlichen Kunstkammer überwiesen, wohin die Figur aus dem Besitz Belloris gekommen war.

Object Description

Die Statuette zeigt einen in antiker Manier in Tunika und Pallium gekleideten Mann. Durch die dichten, anliegenden Locken und den kurzen Bart sowie durch den Kreuzstab in seiner Linken ist eine Deutung als Petrus gesichert. Die obere Haste des Kreuzstabs ist mit einer Schlaufe versehen. Die Figur steht jetzt auf einer niedrigen, angearbeiteten Plinthe. Ursprünglich handelt es sich um den Figurenaufsatz einer Bronzelampe, die später zur Statuette umgearbeitet wurde.

Last updated: 29.09.2026

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Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Kindertunika

Kindertunika

Die vollständig erhaltene Kindertunika besteht aus einem einzigen Gewebestück aus ungefärbtem Leinen. Sie wurde, wie die meisten Tuniken aus dem spätantiken bis früh-islamzeitlichen Ägypten, quer gewebt, das heißt, der Weber oder die Weberin begann und endete mit den Ärmeln. Vorder- und Rückenteil mit den typischen parallelen Zierstreifen (clavi) lagen folglich bei der Herstellung horizontal auf dem Webstuhl, der Halsschlitz dagegen senkrecht. Für die Herstellung dieser Kindertunika war eine Webstuhlbreite von mindestens 131 cm erforderlich, was der doppelten Länge der Tunika entspricht. Alle Dekorelemente, die Ärmelstreifen, die beiden clavi sowie die Hals- und Nackenborte, sind direkt in das Grundgewebe eingewirkt worden. Die farbigen Wollfäden sind in den Ärmelstreifen völlig und in den übrigen Wirkereien zum Teil ausgefallen. Auch der Halsschlitz in der Mitte des Gewebes entstand bereits während des Webvorgangs. In diesem Bereich kehrten die Schussfäden beidseitig um, wodurch man einen geraden Spalt erhielt. Die fertig gewebte Tunika hatte die Form eines großen Kreuzes. Nach der Abnahme vom Webstuhl musste sie um 90 Grad gedreht und in der Horizontalachse gefaltet werden. Die Seiten und Ärmel waren ursprünglich bis auf einen Bewegungsschlitz unter den Achseln geschlossen. Heute sind die Nähte gelöst, Spuren von Einstichlöchern und Nähgarnreste sind noch erkennbar. Die Ärmel wurden zum Handgelenk hin etwas schmaler. Dafür schlug man die Längsseiten schräg nach innen ein. Eine kleine Stopfstelle in der Mitte des Vorder- bzw. Rückenteils beweist, dass Kleidung mit großer Sorgfalt behandelt wurde, so dass sie lange getragen werden konnte.Die clavi und Ärmelstreifen sind mit jeweils einer Reihe herzförmiger roter Blätter in heller Umrandung auf grünem Grund verziert. Jede Reihe endet mit länglichen halben Ovalen. In den Zwickeln sind kleine rote Punkte zu erkennen. Die herzförmigen Blätter kehren im doppelten Zierstreifen an der Halsöffnung, diesmal jedoch liegend, wieder. Darunter setzt eine Bogenreihe an. Die Flächen zwischen den Säulen mit verdickten Enden als Basis sind mit roten, dunkelvioletten und gelben gestielten Blättern mit heller Binnenzeichnung gefüllt.Ein wellenförmiges Randmotiv, das gemeinhin als „laufender Hund“ bezeichnet wird, verläuft zu beiden Seiten der clavi und Ärmelstreifen sowie an der oberen Kante der Zierstreifen an der Halsöffnung. Diese Kante ist zusätzlich mit einer geflochtenen, rot-weißen Schnur eingefasst.Veröffentlichung: C. Fluck / K. Finneiser, Kindheit am Nil, Berlin 2009, S. 12-13, Nr. 1(Cäcilia Fluck 2017)