Logo

Berlin, Wilhelmstraße 102. Palais des Prinzen Albrecht von Preußen, Entwurf zum Marmorsaal

Ident. Nr.: SM 22a.25

ObjID: obj:1504246

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Date(s)
Herstellung: 1830/1831
Systematics/Type
Dimensions
Blattmaß: 19,0 x 22,0 cm

Object Description

Prinz Albrecht, der jüngste Sohn Friedrich Wilhelms III. und der Königin Luise, heiratete 1830 Prinzessin Marianne der Niederlande. Für den gemeinsamen Haushalt wurden einige Räume des barocken Palais Vernezobre (später auch Anspachisches Palais) in der Wilhelmstraße von Schinkel umgebaut und neu möbliert. Dies war Schinkels letzter großer, auch ausgeführter Auftrag für einen preußischen Prinzen. Das Blatt zeigt die Rückwand des Marmorsaals im Obergeschoss. Der Entwurf zur Südwand ist ebenfalls erhalten (Inv. SM 22a.26). Schinkel ließ die Durchgänge zum Treppenhaus zumauern und durch flache Nischen ersetzen. Die leicht geschwungene mittlere Wandfläche wurde mit Spiegeln verkleidet. Eine Lithographie von Albert Schütze (Inv. SM 51.75) und eine Nachzeichnung von Ludwig Lohde (Inv. SM 49.46) sind erhalten.
Text: Birgit Kropmanns (2012)

Last updated: 15.12.2025

Contact

Institution:

Kupferstichkabinett

Additional items from the collections

Ansicht der Stadt Olevano (Provinz Rom, Italien) mit dem Regenbogen

Ansicht der Stadt Olevano (Provinz Rom, Italien) mit dem Regenbogen

Nahezu während der ganzen Dauer seines jahrzehntelangen Lebens in Rom beschäftigte sich Joseph Anton Koch mit dem Thema Olevano, nachdem er schon 1804 zum künstlerischen Entdecker dieser malerischen Bergstadt geworden war. [...] Fast am Ende einer langen Entwicklung stellt er mit dem vorliegenden Blatt das malerische Sujet in überhöhter, komponierter Übersichtlichkeit dar. Aus vorausgegangenen Naturstudien vom gleichen Standort, von der Casa Baldi aus aufgenommen, die den deutschen Künstlern häufig als Unterkunft diente, gelingt dem Künstler eine Summe seiner Eindrücke. Mit den Mitteln der Vordergrundgruppen, der seitlichen Bäume, des übergreifenden Regenbogens, schließlich der Wolkenbildungen wird Bildmäßigkeit und Wirkung erzielt. Ein kleinerer Entwurf (Kupferstichkabinett, ID-Nr. SZ Koch 19) wird mit unserem Blatt zu Klarheit und Räumlichkeit geführt, wozu die meisterhaft eingesetzten Wirkungen von Licht und Schatten viel beitragen, so daß eine vollendete Zeichnung klassischer Landschaftsauffassung entstand. Für Kochs, aus souveräner Kenntnis urteilenden Biographen, Otto v. Lutterotti, ist sie »...in Komposition und Auffassung, Format und Durchführung wohl der schönste Hymnus, den Koch auf sein geliebtes, hochgebautes Bergnest angestimmt hat. Das Städtchen mit der verfallenen Burg der Colonna ist organisch wie ein Kristall dem Felsen entwachsen, im Vordergrund die ländliche Szene am Brunnen, das Ganze zusammengefaßt vom Regenbogen.«Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 360., Nr. VII.5 (mit weiterer Literatur)