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Zwei Eingaben

Ident. Nr.: P 13788

ObjID: obj:1513392

Details (expert)

Date(s)
1. Jh. v. Chr.
Genauer: 64 – 44 v.Chr.
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite: 20,5 x 21,1 cm

Object Description

P. 13788:
Die Kläger zeigen die Ermordung ihres Bruders an. Sie sollten sich mit ihm an einem bestimmten Tag treffen, er erschien aber nicht. Daraufhin machten sie sich auf der Suche nach ihm und fanden seine zerstückelte Leiche auf dem Weg von Tebetny nach Kaine. Sie melden auch den Raub seines Esels und von 100 Drachmen.

P. 13789:
Der Kläger hat einen Kleros an eine Frau verpachtet, die weder Pachtzins noch die öffentlichen Abgaben gezahlt hat. Er hat sich deshalb an den Strategen gewandt und darum gebeten, dass der Meridarch die Frau auffordert, ihren Pflichten nachzukommen. Der Meridarch hat aber nichts unternommen. Der Kläger versucht nun durch eine zweite Eingabe, den Meridarch zur Erfüllung seines Auftrags zu bewegen.

Last updated: 04.08.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Totenbücher gibt es seit dem Beginn des Neuen Reiches (um 1500 v. Chr.). In der vollständigen Ausgabe sind mehr als 200 Kapitel erhalten, man beschränkte sich aber häufig auf die wesentlichen Aussagen. Das Totenbuch wurde dem Verstorbenen in Form einer Papyrusrolle mitgegeben oder einzelne Kapitel wurden, auf Leinenbinden geschrieben, in die Mumie eingewickelt. Die Sprüche sollten dem Verstorbenen helfen, sich in der Unterwelt zurecht zu finden und sich korrekt gegenüber ihren Bewohnern, Göttern und Dämonen, zu verhalten, damit er als 'Verklärter' unter ihnen leben konnte.Bei keinem Totenbuch fehlt das 125. Kapitel, das das sogenannte 'Negative Sündenbekenntnis' enthält. In diesem rechtfertigt sich der Verstorbene vor den 42 Richtergottheiten, indem er beteuert, alle Sünden unterlassen zu haben. Die Szene zeigt das Totengericht: die Verstorbene wird zur Waage geführt, auf der ihr Herz (als Topf gezeichnet) gegen die Göttin Maat, dargestellt als hockende Frau mit einer Feder auf dem Kopf, aufgewogen wird. Hat sie maatgerecht, im Sinne der Weltordnung gelebt, wird die Verstorbene von dem mumiengestaltigen Unterweltsgott Osiris als 'gerechtfertigt' in das Jenseits aufgenommen. Besteht sie die Prüfung nicht, wird die große Fresserin, ein Untier bestehend aus Krokodilskopf, Löwenvorder- und Nilpferdhinterteil, ihr Herz endgültig verschlingen. Da für die Ägypter jede Darstellung die Realität widerspiegelt, wurde grundsätzlich ein positiver Ausgang des Gerichtes dargestellt, so dass die Verstorbene mit Hilfe dieses Papyrus sicher in die Unterwelt eintreten und das ewige Leben erreichen konnte.V. Lepper