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Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Teil 1, Abteilung 1, Blatt 28: Entwürfe für Geländer aus Gusseisen

Ident. Nr.: 33.42-1991

ObjID: obj:1517405

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Ausführung: Johann Mathäus Mauch (22.2.1792 - 13.4.1856),
Stecher*in
Ausführung: A. Prêtre (nachgewiesen 1821 - 1854),
Drucker*in
Ausführung: Technische Deputation für Gewerbe,
Herausgeber*in
Date(s)
Herstellung: 1821/1830
Systematics/Type

Object Description

Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Erster Theil, Erste Abtheilung, S. 78:
"Blatt 28, 29 und 30. Wir theilen auf diesen drei Blättern mehrere Geländer nach Schinkels Entwürfen mit, die großentheils in unser Hauptstadt ausgeführt worden. So ziert z. B. das letzte Geländer, der zweiten Reihe Blatt 28, die Lange Brücke. Es ist von Gußeisen und an die Stelle des ehemaliges schweren, den Raum verengenden Geländers, von Sandstein getreten. Die Abbildung zeigt, wie es durch Pfeiler nach demselben Schema unterbrochen wird. Das untere Geländer der 30. Platte ist das der Schlossbrücke, gleichfalls von Gußeisen. Es wird durch Postamente von trefflich polirtem Granit unterbrochen, die bestimmt sind, Statuen zu tragen, die sich auf die Siegesbahn beziehen, welche mit dem Brandenburger Thore beginnt und von hier nach dem Schlosse führt."
Siehe auch Inv. SM 43a.18, Inv. SM 43a.22 und Inv. SM 43a.22a

Last updated: 09.10.2026

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Institution:

Kupferstichkabinett

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Jacob van Ruisdael gilt als der bedeutendste niederländische Landschaftsmaler, eine Gattung, die in kunsttheoretischen Schriften keinen hohen Rang einnahm.Nur eine weitere Ansicht Rhenens durch van Ruisdael ist erhalten (St. Petersburg); sie zeigt die Stadt aus entgegengesetzter Richtung. Beide müssen auf der Reise nach Bentheim entstanden sein, die der Künstler 1650/1653 unternahm. Das beliebte Motiv des Turmes der Cunera-Kirche als mächtigem, die Landschaft beherrschenden Kennzeichen, wird durch van Ruisdael auf die Spitze getrieben, indem er einen Blickwinkel wählt, der den Baublock der Kirche selbst hinter dem Turm verschwinden läßt, während von dem benachbarten großen Palast, den Friedrich V. von der Pfalz, der sogenannte Winterkönig, sich hier im Exil von Bartholomeus van Bässen hatte bauen lassen, nur die Dächer zu sehen sind. So kann der Kirchturm, in dessen Schatten sich der ganze Ort zu ducken scheint, bei van Ruisdael zum Angelpunkt einer asymmetrischen, aber wohlbalancierten Komposition werden. Dynamik entsteht durch die von links vorn nach rechts hinten schwingende Linie von Weg und Ufer, während die mit großer Leichtigkeit auf das Blatt gesetzten Wolken ein raffiniertes Gegengewicht zu dem aus der Mitte gerückten Turm bilden. (Um so schmerzlicher stört die übergroße Besitzermarke des Zaren.)Typisch für van Ruisdael ist die spürbare Distanziertheit vom Gegenstand, z.B. das Fehlen menschlicher Figuren, die der Darstellung einen Ernst, ja eine Strenge verleiht, die bei anderen holländischen Landschaftern selten zu finden sind.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 222, Kat. IV.75 (mit weiterer Literatur)