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Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Teil 1, Abteilung 2, Blatt 31: Entwurf für einen Brunnen für das Gewerbeinstitut in der Klosterstraße

Ident. Nr.: 34.32-1991

ObjID: obj:1517453

Details (expert)

Creator/Entity
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Zeichner*in
Ausführung: Johann Mathäus Mauch (22.2.1792 - 13.4.1856),
Stecher*in
Ausführung: A. Prêtre (nachgewiesen 1821 - 1854),
Drucker*in
Ausführung: Technische Deputation für Gewerbe,
Herausgeber*in
Date(s)
Herstellung: 1821/1830
Systematics/Type

Object Description

Vorbilder für Fabrikanten und Handwerker. Erster Theil, Zweite Abtheilung, S. 102f.:
"Blatt 31, 32, 33. Durch die Gnade Sr. Majestät des Königs ward das alte Gebäude, worin sich das Königl. Gewerbe-Institut befand, durch den Anbau eines neuen Gebäudes in den Jahren 1827, 28, 29 vergrößert. Die architektonischen Anordnungen dieses Gebäudes rühren vom Herr Schinkel her, und der Hof desselben ist von allen Seiten von einer durchgeführten Architektur umschlossen. Zur Verschönerung des Hofes entwarf Herr Schinkel einen aus Bronze auszuführenden Brunnen. Die Werkstätten der Anstalt legten Hand ans Werk. Die Schale mit ihren schönen Griechischen Profilen wurde mit Feinheit und Gefühl von einem Zöglinge des Instituts modellirt, der sich zum Lehrer der Anstalt für das Schneiden in Holz und für die italienische Formerei ausgebildet hat. Die Beförderer, Gönner und Lehrer der Anstalt, die Herren Professoren Tieck, Rauch und Wichmann übernahmen es, ersterer zwei von den vier Gruppen, welche das Becken krönen, unter ihrer Aufsicht ausführen zu lassen; letztere jeder eine. Die Schale und eine Gruppe wird der ehemalige Zögling derselben, der Lehrer Dinger, ein Schüler Crozatier`s in Paris, formen und gießen; bei drei anderen, zum Theil fertigen Gruppen sind dem Lehrer und akademischen Künstler Müller übertragen worden. Die Dampfmaschine der Anstalt kann den Wasserstrahl nöthigenfalls 50 Fuß hoch werfen, und das Druckwerk ward in der Werkstatt von Zöglingen ausgeführt, welch sich der Mechanik widmen."
Siehe auch Inv. SM 43a.28

Last updated: 27.10.2026

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Institution:

Kupferstichkabinett

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Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.