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Arabisches Papier mit einem Geschäftsbrief und dem Antwortschreiben auf der Vorderseite

Ident. Nr.: P 8152

ObjID: obj:1519519

Details (expert)

Involved
Unbekannt,
Vorbesitzer*in
Dating
Arabische Zeit
Additional titles
Collection title: Arabisches Papier mit einem Geschäftsbrief und dem Antwortschreiben auf der Vorderseite
Translation: Arabic Paper with a Letter and its Answer
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite: 18 x 14,2 cm

Object Description

Vorderseite: Der im schwierigen Duktus geschriebene Brief aus Ṭuṭūn ist geschäftlicher Natur. Der Absender drängt den Adressaten, Geld von einer dritten Person einzutreiben ( تحتاجوا تحصلوا إلى مالھ ). Zuvor berichtet der Absender, dass ein Bote bei ihm eingetroffen ist ( رسولھ عندي ). Der Brief schließt am Rand mit der Ḥasbala ( حسبنا لله ونعم الوكیل ). Auf der Rückseite befindet sich aller Wahrscheinlichkeit nach das Antwortschreiben.
Rückseite: Hier scheint das Antwortschreiben der Vorderseite vorzuliegen. Der Adressat schreibt, dass er das an ihn Verfasste zur Kenntnis genommen hat (قفت علیھا ما كتبت سیدي ). Auch hier wird ein Bezug zur Ortschaft Ṭuṭūn deutlich, indem von einer Reise dorthin gesprochen wird ( زیارة بططون ). Das Schriftstück wird ebenfalls mit einer Ḥasbala am Rand beendet. Interessant ist, dass auch hier - so wie bei anderen Antwortschreiben aus der Berliner Sammlung - auf eine Invokation verzichtet wurde.
A. Kamal, S. Metz

Diese Dokumentation ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA). AGYA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Siehe www.agya.info.de.

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).