Logo

Ident. Nr.: Gans 215

ObjID: obj:1522715

Details (expert)

Date(s)
2. Hälfte 14. Jahrhundert
Datierung engl.: 2nd half of the 14th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Syrien,
Land
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Dimensions
Höhe: 27,7 cm
Durchmesser: 24 cm
Breite: 24,3 cm
Durchmesser: 20,9 cm Rand
Durchmesser: 13,1 cm Fuß
Wandungsstärke: ca. 0,4 cm

Object Description

Frei geblasene Moscheeampel mit drei applizierten Ösen am Bauch und mit mehrfarbiger Email- und Goldbemalung. Am Bauch und am sich konisch weitendem Hals verläuft ein großflächiges, blaugrundiges Inschriftenband. An der Schulter ist ein auf floralem Goldgrund ausgeführter Fries mit blauen Mehrpassbögen und mehrfarbigem floralem Dekor aufgelegt. An der Unterseite des Körpers verlaufen radiale Streifen, die in einem Fries mit mehrfarbigen Blüten enden. Der obere Inschriftenfries wird von ebensolchen Blütenbändern ober- und unterhalb begleitet.
Die Inschrift ist eher allgemein gehalten und erwähnt nicht etwa den Namen eines Auftraggebers oder Herrschers: Die Inschrift am Körper erwähnt die Titel as-sultan, al-malik (der Sultan, der König) und danach mehrfach hintereinander das Wort: al-ʿalim (der Wissende). Auch die Inschrift am Hals lautet ähnlich.
Daher wird davon ausgegangen, dass diese Moscheeampel nicht für einen bestimmten Bau von einem bestimmten Auftraggeber in Auftrag gegeben wurde.
Zur Beleuchtung wurde die Lampe an Ketten, die an den Ösen am Bauch befestigt wurden, im Moscheeraum aufgehängt. Im Inneren der Lampe spendete wiederum ein kleines Ölgefäß Licht.

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.