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Ident. Nr.: I. 2572

ObjID: obj:1525412

Details (expert)

Date(s)
Anfang 14. Jahrhundert
Datierung engl.: early 14th century
Geographical references
Herkunft (Allgemein): Syrien,
Land
Herkunft (Allgemein): Ägypten,
Land
Dimensions
Höhe: 33,2 cm
Durchmesser: 24,8 cm
Wandungsstärke: ca. 0,4 cm
Gewicht: 2121 g

Object Description

Frei geblasene Moscheeampel auf hohem Fuß mit sechs applizierten Ösen am Bauch und mit blauer, gelber, grüner, weißer und roter Email- und Goldbemalung. Im oberen Bereich des Bauches und am sich konisch weitenden Hals verlaufen großflächige Inschriftenbänder. Das Inschriftenband am Bauch ist blaugrundig. Zwischen die rot konturierte, goldene Schrift ist floraler Dekor gestreut. Die blaue Inschrift am Hals läuft vor weißen Spiralranken mit farbigen Blättern. Zwischen den beiden Inschriften, auf der Schulter und am Halsansatz, verlaufen zwei rot konturierte goldene florale Dekorbänder.
Die Unterseite des Körpers und der Fuß sind mit floralen Dekorbändern und Medaillons verziert.
Die Inschrift am Bauch erwähnt den Namen des mamlukischen Sultan Malik an-Nasir Muhammad, der mit Unterbrechungen von 1293 bis 1341 regierte. Es ist wahrscheinlich, dass die Moscheeampel eine Auftragsarbeit für einen von ihm gestifteten, aber nicht weiter bekannten sakralen Bau in Kairo gewesen ist.
Die Inschrift am Hals gibt den Lichtvers (Sure 24,35) wieder, der besonders für Lampen geeignet ist und auf zahlreichen Moscheeampeln Verwendung findet: „Allah ist das Licht von Himmel und Erde. Sein Licht ist einer Nische zu vergleichen mit einer Lampe darin…“
Zur Beleuchtung wurde die Lampe an Ketten, die an den Ösen am Bauch befestigt wurden, im Moscheeraum aufgehängt. Im Inneren der Lampe spendete wiederum ein kleines Ölgefäß Licht.

Last updated: 30.07.2026

Contact

Institution:

Museum für Islamische Kunst

Additional items from the collections

Formgeblasener Kasten aus farblosem Glas mit geschnittenem und geschliffenem Dekor; außerdem zwei Scharnieren und einem unvollständigen Verschluss aus Kupferlegierung. In den Deckel des Kastens sind konzentrische Kreise eingeschliffen, in deren Mitte jeweils die Scharniere befestigt sind. Zwischen den beiden Kreisen befindet sich ein abgetreppter länglich-ovaler Dekor, in dem die winzige Bohrung für den jetzt verlorenen Verschluss sichtbar ist. Auf der Unterseite ist das länglich-ovale Muster viermal wiederholt, außen breiter und innen schmaler gearbeitet. Vorne in der Mitte befindet sich der Beschlag mit einem kleinen Stift für den (verlorenen) Verschluss. Der Kasten wurde als flaschenähnliches Gebilde in eine Form geblasen und anschließend in zwei gleiche Hälften geschnitten. Dabei entstanden vor allem innen zahlreiche kleine Ausbrüche und Absplitterungen. Die beiden Schmalseiten, also ursprünglich die »Böden«, zeigen Reste der abgearbeiteten Heftnarben. An der Unterseite sind leichte Kratz- und Gebrauchsspuren.Das Stück ist im Stil der üblichen Schreibkästen gearbeitet. Allerdings gelangten solche Kästen als Reliquienbehältnisse nach Europa, wie ein ähnlich dekorierter Kasten im Dom von Capua (Italien) zeigt. Das klare, farblose Glas imitiert den kostbareren Bergkristall, der sich zur Zeit der Fatimidenherrschaft in Ägypten größter Beliebtheit erfreute. Die ursprüngliche Funktion des Stückes ist unbekannt, obwohl sich etliche, meist kleinere Kästen erhalten haben, allerdings ohne Inhalt.

Vollständig erhaltener Kasten aus Elfenbein. Der rechteckige Kasten mit pultförmigem Deckel weist einen Kern aus Holzplatten auf, der ursprünglich wohl mit einem Textil ausgeschlagen wurde. Die Außenseite, die aus Elfenbeinplatten besteht, ist mit grüner, brauner und goldener Malerei verziert, die schwarz konturiert ist. Zu erkennen sind auf der Vorderseite zwei Medaillons mit jeweils einem Rankensystem gefüllt, die von Vögeln flankiert werden, darunter Wiedehopfe und Pfauen sowie Jagdhunde, die ein Rankenmotiv im Zentrum erfassen. Die Rückseite weist drei Medaillons auf, wobei das mittlere Medaillon mit einer stilisierten Löwendarstellung gefüllt und ebenfalls von Vögeln flankiert ist, während die beiden anderen Medaillons Rankenmotive zeigen. Die Schmalseiten sind identisch. Wiedergegeben ist eine Harfenspielerin in einem Medaillon, ebenfalls von Vögeln umgeben. Der schmale Rand des Deckels ist frontal mit einer Inschrift im Kufi-Duktus verziert und geht in Vogel- und vegetabile Motive über. Der Dekor an den Schrägseiten des Deckels weist ebenfalls Medaillons auf, die Rankenwerke und Gazellen zeigen, die wiederum teils von Vögeln, teils von Jagdhunden flankiert werden. Die Deckeloberseite wird von zwei stilisierten Löwen, jeweils in einem Medaillon und von Vögeln umgeben verziert. Die Messingscharniere sind lanzenförmig und vergoldet. An der Oberseite ist ein vergoldeter Griff befestigt, während an der Vorderseite ein Schloss mittig angebracht ist. Dieser Kasten gehört zu einer Gruppe von größeren und kleineren Kästen (vgl. I. 586, K 3103), die womöglich in Sizilien oder Süditalien hergestellt wurden, wobei ähnliche Kästen auch aus Spanien bekannt sind. Sie sind in Kirchenschätzen als Reliquienbehälter verwendet worden, aber wahrscheinlich auch als diplomatische Geschenke. Die Auftraggeber für solche Objekte stammten vermutlich aus dem höfischen Milieu.