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Arabisches Papier mit einem literarischen Text über das Gottgedenken (dikr) auf dem Recto und einem Steuerdokument auf dem Verso

Ident. Nr.: P 7634

ObjID: obj:1533329

Details (expert)

Involved
P. Stadler (1886 - 1887),
Käufer*in
Dating
Arabische Zeit
Additional titles
Collection title: Arabisches Papier mit einem literarischen Text über das Gottgedenken (dikr) auf dem Recto und einem Steuerdokument auf dem Verso
Translation: Arabic Paper with a Religious Text (Recto), and a Tax Document Verso)
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite: 17 x 29 cm

Object Description

Recto: Die hier vorliegende literarische Abhandlung scheint sich um die Art und Weise des Gottgedenkens (ذكر) zu drehen. Leider ist der Beginn des Textes nicht mehr vorhanden. Interessant ist dabei, dass in den Zeilen 1 und 3 die Rechtsformel dikr ḥaqq Erwähnung findet. Diese Formel wird normalerweise für Schuldanerkenntnisse verwendet.
Verso: Das fast vollständig erhaltene Steuerdokument bezieht sich auf den Distrikt Fayyūm ( كورة الفیوم ) und auf die Ortschaft Būṣīr ( أبو صیر ), die Grohmann und Jahn als die ebenfalls im Fayyūm gelegene Ortschaft Būṣīr Dafadnū ( بوصیر دفدنو ) identifiziert haben. Des Weiteren kommt der koptische Name سمیھ vor. Die Datumsangabe ist nicht vollständig erhalten, dennoch lässt sich das Datum ziemlich sicher auf das Jahr 164 H. festlegen.
A. Kamal, S. Metz

Diese Dokumentation ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA). AGYA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Siehe www.agya.info.de.

Last updated: 14.10.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).