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Die Zauberflöte. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. Entwurf zur 2. Dekoration. Die Sternenhalle der Königin der Nacht

Ident. Nr.: 207-1998/1

ObjID: obj:1534331

Details (expert)

Involved
Ausführung: Karl Friedrich Schinkel (1781 - 1841),
Inventor*in
Ausführung: Ludwig Wilhelm Wittich (11.12.1773 - 17.4.1832),
Verleger*in
Dating
Herstellung: 1819

Object Description

Unter dem neuen Generalintendanten der königlichen Schauspiele in Berlin, Karl Graf von Brühl, hatte der Architekt Karl Friedrich Schinkel seit 1815 Gelegenheit, Architektur- und Landschaftsphantasien für die Bühne zu entwerfen. Mit der Oper „Die Zauberflöte“ (Libretto: Emanuel Schikaneder, Musik: Wolfgang Amadeus Mozart) betrat er künstlerisches Neuland.
Von den zwölf Dekorationen haben sich zehn erhalten, wobei der Entwurf zur 2. Dekoration, der „Königin der Nacht“, heute wohl der bekannteste ist. Das Blatt wurde, zusammen mit anderen Werken 1819 als Mappe bei Wittich herausgegeben.
Das Thema der Oper, der Kampf zwischen göttlicher Weisheit und irdischer Realität, zwischen Licht und Finsternis, zwischen gutem und bösem Prinzip, zwischen dem Reich Sarastros und der Welt der „Königin der Nacht“ hat Schinkel mit seinen Bühnenbildern ausgedeutet. Er veranschaulichte, was Dichtung und Musik allein in Verstand und Empfindung der Zuschauer hervorzurufen vermochten und erweiterte auf diese Weise den Kreis der Rezipienten.
Der Entwurf zur „Königin der Nacht“ auf der Mondsichel steht exemplarisch für die dunkle Seite dieses Opernthemas. Vor dunkelblauem Hintergrund spannt sich das symmetrisch geordnete Himmelszelt der Nacht auf: die Sternenbahnen sind abstrahiert und zu Dreierreihen gebündelt. Sie entspringen einem Halbkreis am oberen Abschluss des Prospekts – denkt man sich Kreissegment und Sternenbahnen zur Kuppel erweitert, so wird auch der Zuschauerraum vom Reich der „Königin der Nacht“ umfangen.
Gegenspieler zur Nacht ist die Sonne, wie sie in der 12. Dekoration in ebenfalls abstrahierter Form den Herrschaftsbereich Sarastros illustriert (Inv. 207-1998/7).
Text: Anna Marie Pfäfflin (2011)

Last updated: 15.12.2025

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Institution:

Kupferstichkabinett

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