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Vom Christkind. Geschrieben im Himmel am Vorabend von Weihnachten 1911. An das kleine Hildchen.

Ident. Nr.: D (33 H 496) 587/1983

ObjID: obj:1554790

Details (expert)

Dating
1911
Geographical references
Material / Technique
Chromolithographie, Doppelbogen
Dimensions
Höhe x Breite: 27,7 x 21,2 cm

Object Description

Hochformatiger, doppelseitiger Weihnachtswunschbogen. Geschrieben 1911. Die Chromolithografie auf dem Deckblatt zeigt vor verschneiten Tannenzweigen in einem den festmontierten Oblaten nachempfundenen ovalen Rahmen die Abbildung zweier Engel in Winterkleidung mit Tannenbaum und Geschenken, die gerade an einer Haustür anklopfen. Der auf dem Deckblatt begonnene und im Inneren des Bogens fortgeführte Brief in Prosa ist mit Schreibmaschine geschrieben und trägt die Unterschrift "Christkind".
Text: "An das kleine Hildchen. Mein liebes Kind! Dein Briefchen haben mir meine Sendboten richtig überbracht. Deine Bitte um Vergeben dessen, was im Laufe des Jahres zu Rügen Anlass gab und die weitere um meinen Beistand, künftig ganz brav zu werden, haben mir gefallen. Wegen Deines Lieblingswunsches kann ich mich aber, ohne reifliches Ueberlegen, nicht entschliessen. Haben sich doch sogar sonst immer hilfsbereite Engelchen gesträubt, Eure Puppen für das Fest aufzufrischen; sie behaupteten, dass Du und das Stänzerl' wenig gute "Puppen-Mütter" in diesem Jahre gewesen wäret? Unter solchen Umständen Euch ein richtiges Kindchen anzuvertrauen, scheint mir daher vorläufig doch zu verantwortungsvoll; auch würde es auf dem wege zu Euch in der Kälte leicht Schaden nehmen können. Alle anderen Wünsche habe ich Dir aber nach Möglichkeit erfüllt und obendrein eine Bestellung auf eine Uhr, die von Deinen Eltern kam, ausgeführt, welche Dir gewiss ganz besonders Freude machen wird. Das inliegende Couvert übergib Deiner Mutter und sage Ihr, dass Du ihr dies extra beim christkind bestellt hättest. Und nun wünscht Dir fröhliche Weihnachten das Dir freundlich gesinnte Christkind."
Vergleiche auch Ident-Nr. 33 H 495 - Der Brief an die ältere Schwester.

Last updated: 12.12.2025

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Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.