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Demotisches Ostrakon mit einem Tempeleid: Streit um Regelung eines Nachlasses

Ident. Nr.: P 425

ObjID: obj:1561146

Details (expert)

Involved
Adolf Erman (1899),
Käufer*in
Dating
Genauer: 24.03.119 v. Chr.
Additional titles
Collection title: Demotisches Ostrakon mit einem Tempeleid: Streit um Regelung eines Nachlasses
Translation: Demotic ostracon with a temple oath: Dispute over settlement of an estate
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 7,1 x 9,2 x 0,9 cm

Object Description

Auf diesem Ostrakon ist ein demotischer Tempeleid notiert. Es handelt sich dabei nicht um einen kultischen Text, sondern um eine juristische Prozessurkunde, die ein doppeltes Urteil je nach Entscheidung des Beklagten enthält. Letzterer ist hier eine Frau mit unleserlichem Namen. Sie soll im Tempel vor dem Stier von Medamud einen Eid leisten, um sich damit gegenüber Sennesis, Tochter des Onnophris, zu verpflichten. Es geht um einen einen Streit über 700 Silberkite im Rahmen einer Nachlassregelung nach dem Tod ihres Vaters. Nach Ableistung des Eides hat sie keine Verpflichtungen mehr gegenüber Sennesis. Sofern sie den Eid nicht leistet, kommt das gegenteilige Urteil zum Tragen: Sie muss das Geld bezahlen.
J. Moje

Last updated: 03.07.2026

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).