Logo

Öllampe mit Inschrift

Ident. Nr.: 9518

ObjID: obj:1567627

Details (expert)

Date(s)
6./7. Jahrhundert
Systematics/Type
Geographical references
Entstehungsort stilistisch: Ägypten
Material / Technique
roter Ton
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 6,2 x 10,4 x 11 cm
Acquisition
am 20.6.1929 von Dr. Carl Schmidt angekauft, in Kairo erworben

Object Description

Die heute henkellose Lampe besticht durch reichen, stark hervortretenden Reliefschmuck und einen griechischen Schriftzug, der wie folgt lautet: HAΓΙΑ ΚΑΙ ΟΜΟΦΥCΙΟC ΤΡΙΑΔΟC AMHN, übersetzt „Die heilige und wesensgleiche Dreiheit. Amen“. Hier wird bewusst die orthodoxe Lehre von der Wesensgleichheit von Gottvater und Gottsohn vertreten, die sich im 4. Jahrhundert offiziell gegen die Lehren des Arianismus behauptete. Ein Kreuz, oberhalb des Brennlochs, bekräftigt das Bekenntnis.

Last updated: 19.10.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

Additional items from the collections

Allegorie des Wahnsinns

Allegorie des Wahnsinns

Die auf einem Segmentbogen lagernde Aktfigur eines kahlköpfigen, finster dreinblickenden Mannes scheint in einem Anfall von Wut mit weit geöffnetem Mund zu brüllen. Aufgrund seines unberechenbaren Temperaments sind die Hände an den Gelenken miteinander verkettet. Nicht nur der sanft geschwungene Giebel, auch die Komposition der darauf ausgestreckten Figur erinnert an Michelangelos lagernde, die Zeiten des Tages symbolisierende Gottheiten aus der Medici-Kapelle in San Lorenzo in Florenz. Insbesondere das Motiv des sich auf dem Unterarm stützenden Armes, der die Aufrichtung des Oberkörpers erlaubt, ist Michelangelos Figur des „Abends“ entlehnt.Das bei seiner Erwerbung 1908 zunächst noch Pietro Tacca (1577-1640) zugeschriebene Modell konnte inzwischen mit überzeugenden Argumenten dem dänischen und überwiegend in England tätigen Bildhauer Caius Gabriel Cibber zugewiesen werden. Die hier dargestelte Allegorie des Wahnsinns ist das Pendant zur Liegefigur der Melancholie, die der Bildhauer als Giebelfiguren für das Hauptportal des Royal Bethlem Hospitals in Moorfields schuf. Das 1247 in Bedlam, vor den Toren Londons gegründete Hospital war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts ein Heim für Geisteskranke. Als die Stadt 1666 einem Brand weitgehend zum Opfer fiel, ließ man zwischen 1674 bis 1676 einen Neubau nach den Plänen des Architekten Robert Hooke (1635-1703) außerhalb der Stadt in Moorfields errichten, wofür Cibber schließlich die beiden lebensgroßen Liegefiguren in Stein schuf. Bei dem hier ausgestellten Werk handelt es sich um einen ersten künstlerischen Entwurf des Künstlers.