Skizzenblatt nach Gemälde Rubens' in München: Das Martyrium des Hl. Laurentius
Ident. Nr.: KdZ 5686
ObjID: obj:1582417
Details (expert)
- Creator/Entity
- Date(s)
- Herstellung: 1616
- Systematics/Type
- Provenance
- Guillaume Hubert (um 1680-1740),
319913Richard Houlditch (gest. 1760),
306768Heneage Finch, 5th Earl of Aylesford (1786-1859),
306761Auktion Christie's (Heneage Finch, 5th Earl of Aylesford),
18.7.1893Adolf von Beckerath (1834-1915),
bis 1902 - Material / Technique
- Feder in Braun, schwarze Kreide
- Dimensions
- Blattmaß: 31,0 x 20,2 cm
- Acquisition
- 1902 mit der Sammlung Adolf von Beckerath, Berlin, erworben
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/1582417
Object Description
Anton van Dyck war ein herausragender Zeichner. Schon mit 16 Jahren etablierte er sich als selbständiger Künstler in Antwerpen, nachdem er bei Hendrik van Balen gelernt hatte. 1616 trat er als Mitarbeiter in Rubensʼ Atelier ein, wo er an großen Aufträgen beteiligt war und Vorzeichnungen für Stiche nach Rubens-Gemälden anfertigte. 1620 reiste van Dyck nach London und anschließend nach Rom, Venedig, Sizilien und Genua, wo er bis 1627 blieb und sich einen exzellenten Ruf als Porträtist erwarb. Nach einem Aufenthalt in Antwerpen von 1627 bis 1632 wurde er vom englischen König Charles I. als Hofmaler nach London berufen, wo er zum gefragtesten Porträtmaler der englischen Aristokratie aufstieg.
Dieses frühe Blatt entstand, als der junge van Dyck in die Werkstatt des bewunderten Rubens eintrat. Es kopiert einzelne Figuren (mit Ausnahme der beiden Frauen) aus Rubensʼ Gemälde Das Martyrium des heiligen Laurentius (1613/14, München, Alte Pinakothek). Dabei konzentrierte sich van Dyck auf die Randfiguren, er notierte Farbgebung, Lichtführung und Blickrichtungen. Die Notizen gewähren direkten Einblick, wie sich van Dyck Rubensʼ Komposition und Kolorit aneignete.Last updated: 22.09.2026
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Institution:
Kupferstichkabinett
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kk@smb.spk-berlin.de