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Demotischer Papyrus mit einer Verkaufsurkunde über einen Anteil an Grabliturgien

Ident. Nr.: P 3119

ObjID: obj:1586291

Details (expert)

Additional titles
Collection title: Demotischer Papyrus mit einer Verkaufsurkunde über einen Anteil an Grabliturgien
Translation: Demotic papyrus with a sale contract regarding a share of funeral liturgies
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite: ca. 30 x 155 cm

Object Description

Auf diesem Papyrus hat sich ein in demotischer Sprache und Schrift abgefasster Verkaufsvertrag erhalten.
Der Choachyt des Amun von Karnak Onnophris verkauft an seine Amtskollegen und Brüder Horos und Hasos seinen Drittel Anteil an den Verpflichtungen für die Ausübung von Totenliturgien für Nachbestattungen vermutlich im ramessidischen Grab des Hohenpriesters Nebwenenef. Dazu kommen Verpflichtungen für drei weitere Gräber, deren Besitzer genannt sind, wo aber keine Nachbestattungen vorhanden sind. Die Personen im erstgenannten Grab, um deren Totenkult er sich kümmern soll, sind namentlich aufgeführt, es handelt sich um sieben Familienbegräbnisse.
Der Vater von Onnophris hatte einst seine Verpflichtungen an seine drei Söhne vererbt, nun verkauft Onnophris seine Verpflichtungen also zu gleichen Teilen an seine Brüder weiter.
Eine griechische Übersetzung des Textes liegt im Papyrus Grey vor, der 1913 von der Bodleyan Library angekauft wurde.

Von dieser Familie existieren diverse Papyri, die Anfang des 19. Jh. zusammen in einem Grab in Tonkrügen gefunden worden waren, eventuell in einem der in diesem Vertrag erwähnten Gräber.
J. Moje

Last updated: 03.07.2026

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Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).