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Arabisches Papier mit einem Brief mit christlichem Hintergrund auf der Rückseite

Ident. Nr.: P 6746

ObjID: obj:1610137

Details (expert)

Involved
Rudolf Mosse (8.5.1843 - 8.9.1920),
Mäzen*atin
Dating
Arabische Zeit
Additional titles
Collection title: Arabisches Papier mit einem Brief mit christlichem Hintergrund auf der Rückseite
Translation: Arabic paper carrying a letter with Christian background
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite: 15,5 x 8,8 cm

Object Description

Das Schreiben hat zum einen einen christlichen Hintergrund, da ein Mönch (ar-rāhib) namens Qūrīl und eingewisser Qullūṣ Erwähnung finden. Zum anderen ist der Brief auch landwirtschaftlicher Natur, weil es in ihm um Samen für Klee (ḥabb al-birsīm) und einen Pflug (miḥrāṯ) geht. Der Mönch hatte sich darüber beschwert, dass er von Qullūṣ am Ernten gehindert wurde. Der Absender schreibt nun an Qullūṣ und bittet ihn, dem Mönch die Ernte zu erlauben.
Das Papier wurde für den Brief wiederverwendet. Auf der anderen Seite befindet sich nämlich das Fragment eines weiteren Schreibens. Der Schrift zufolge handelt es sich hierbei um ein offizielles Schreiben, in dem um etwas gebeten wird.
A. Kamal, S. Metz / redak. J. Moje

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).