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Arabisches Papier mit einem Fragment eines Rechtsdokuments (Vorderseite) und einem Fragment eines anderen Dokuments (Rückseite)

Ident. Nr.: P 7580

ObjID: obj:1612613

Details (expert)

Involved
Georg Schweinfurth (29.12.1836 - 19.9.1925),
Käufer*in
Additional titles
Collection title: Arabisches Papier mit einem Fragment eines Rechtsdokuments (Vorderseite) und einem Fragment eines anderen Dokuments (Rückseite)
Translation: Arabic Paper with a Juridical Document
Geographical references
Dimensions
Höhe x Breite: 5,6 x 15,8 cm

Object Description

Vorderseite: Auch wenn nur die Reste von zwei Zeilen erhalten sind, so deuten doch Zeugenunterschrift und die dazugehörige Datierung auf ein Rechtsdokument hin. „Es schrieb ʿAlī b. Muḥammad im Raǧab“, وكتب علي بن محمد في رجب . Auffallend ist auch der üppige Zeilenabstand zwischen den beiden Zeilen.
Rückseite: Nach der Basmala folgt in der zweiten Zeile die Nennung von ʿĪsā, dem Obsthändler (عیسى الفكاه) Auch in Chrest.Khoury I 41 (Z. 3), welches ebenfalls zur Berliner Sammlung gehört, kommt ein gleichnamiger Obsthändler vor. Beide Dokumente stammen höchstwahrscheinlich aus dem Fayyūm und sind zeitlich in das 11. Jahrhundert n. Chr. zu datieren. Es könnte sich um ein und dieselbe Person handeln. (A. Kamal, S. Metz)

Diese Dokumentation ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA). AGYA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Siehe www.agya.info.de.

Last updated: 25.08.2025

Contact

Institution:

Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

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Statuette des Priesters Hori

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"Die Figur wiederholt einen Typ der Standfigur des Mittleren Reiches, der den Dargestellten in einem „Mantel“ kleidete, der als Tuch unterhalb der Brust um den Körper gelegt wurde. Dieser Mantel ist aber in der Spätzeit tatsächlich noch getragen worden, so auch von den Priestern bei Prozessionen. Sehr selten ist die Armhaltung, das linke Bein ist sehr weit vorgesetzt, so daß von der Darstellung eines wirklichen Ausschreitens gesprochen werden müßte. Der Mann ist als Priester kahlgeschoren, das Gesicht mit den unregelmäßig angesetzten Augen ein typisches Beispiel für die Art des idealisierenden Kunstschaffens dieser Zeit. Auch die Körperformen sind schematisch, Ober- und Unterarm ungeschickt aneinandergefügt. Die leichte Neigung des Kopfes mit der hohen Stirn, die etwas über der Nasenwurzel zusammengezogenen Augenbrauen und der leise lächelnde Mund hinterlassen zusammen mit der Armhaltung und dem ruhigen geschlossenen Körper insgesamt den Eindruck eines über den Alltäglichkeiten des Lebens stehenden, in seine Gedanken versunkenen, ganz der Welt des Göttlichen hingegebenen Menschen. Die senkrechte Zeile auf dem Gewande enthält die Angaben zur Person. Die Datierung der Figur ergibt sich durch den Namen des Vaters („Amasis bleibt im Palast“), wonach er zur Zeit des Königs Amasis (um 570-526 v. Chr.) geboren sein müßte."Aus: Priese, Karl-Heinz, in: Priese, K.-H. (Hrsg.), Ägyptisches Museum Berlin, Museumsinsel Berlin, Mainz 1991, S. 174 (Kat. 104).