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Ident. Nr.: II C 1028 b

ObjID: obj:1621769

Details (expert)

Involved
Ferdinand Siemssen (1811 - 1879),
Sammler*in
Dating
vor 1882
Material / Technique
Heu
Dimensions
Länge x Breite x Höhe: 25 x 10 x 5 cm

Object Description

Angefangener Zopf aus Gras, welches in die Schuhe gesteckt wird.

Die Aufbereitung von Gras zu Schuhheu ist eine uralte Tradition, die sich bis heute erhalten hat. Für die Herstellung von Schuhheu ist besonders hoch wachsendes Schilfgras geeignet, das an schattigen und morastigen Plätzen wächst. Am beliebtesten bei den Sámi ist das Sauergras "Blasen-Segge" (Carex vesicaria), welches besonders Bastreich und zäh ist, so dass es nicht so leicht bricht und lange haltbar ist. Das Gras wird getrocknet indem man es zunächst über einen scharfkantigen Stein oder Baumstumpf schlägt, danach wird es gekämmt und gerieben, bis es weich und angenehm für den Fuß ist.
Um es aufzubewahren wird es zu Kränzen geflochten.
Das Heu wird anstelle von Strümpfen getragen und isoliert Schuhe und Handschuhe gegen Kälte. Es bindet Feuchtigkeit und selbst in nassem Zustand kann es wärmen, daher wird es von vielen Sámi noch heute (2010) benutzt und oftmals modernen Entwicklungen wie Gore-Tex® vorgezogen.

Last updated: 06.03.2026

Contact

Institution:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."