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Ident. Nr.: VII f 18 a,b

ObjID: obj:1648108

Details (expert)

Creator/Entity
Thomas Maler (1972),
Sammler*in
Systematics/Type
Geographical references
Zigua,
Ethnie
Dimensions
Länge x Breite: 38,4 x 19,6 cm (gesamt)
Höhe: 15,4 cm (Korpus, Durchmesser: 5,5/10,3 cm.)
Länge x Durchmesser: 1,5 x 1,2 cm (Steg)
Länge: 19,5 cm (Streichbogenstange)
Acquisition
Ankauf 1972

Object Description

Als Korpus eine zum Boden hin konisch zulaufende Holzröhre. Eine mit auf Wandniveau zurückgestutzten Holzpflöcken befestigte Säugetierhautmembran. Als Saitenträger ein Rundholzstab. Ein hinterständiger Holzwirbel mit nur schwach verbreitertem Wirbelkopf. Ein zylindrischer Holzsteg. Die Saite aus gedrehter Sisalfaser ist mit einer Schlinge am Spieß befestigt. Als Streichbogen ein gleichmäßig gekrümmtes Rundholz mit einem seitlich gekerbten und einem geschlitzten Ende. Die Sisalfaserbespannung ist in der Kerbe zu einer Schlinge geknüpft und in der Einschlitzung festgeklemmt, bevor sie den Stab mehrmals umwickelt. Eine umlaufende Brandmusterung auf der Außenseite des Korpus. Ein mit stark behaarten Fellstreifen umwickelter Hals. Für den Export produziert.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)

Last updated: 21.08.2026

Contact

Institution:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.