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Ikone mit der Verkündigung

Ident. Nr.: 11284

ObjID: obj:1720838

Details (expert)

Date(s)
Datierung: 1640
Systematics/Type
Geographical references
Venedig,
Land/Region
Material / Technique
Pappelholz mit Temperabemalung
Dimensions
Höhe x Breite x Tiefe: 96 x 72 x 3,5 cm

Object Description

Der Erzengel Gabriel tritt auf einer Terrasse Maria gegenüber, um ihr ihre baldige Mutterschaft zu verkünden. Vor dem goldenen Hintergrund sind verschiedene Renaissance-artige Gebäude sowie eine angedeutete Landschaft erkennbar. Im oberen Bildfeld ist in einer Nebenszene dargestellt, wie der von Engeln umgebene Gottvater dem Erzengel den Verkündigungsauftrag erteilt, indem er ihm den Stab übergibt. Am unteren Bildrand werden Lobverse des Dichters Andreas von Kreta (660-740 n.Chr.) zitiert, die Maria und die Verkündigung preisen. An beiden Seiten wird das zentrale Bild eingerahmt von acht Randbildern. Auf ihnen sind links Jakob, David, Ezechiel und Daniel sowie rechts Moses, Aaron, Jesaja und Habakuk abgebildet, denen die Gottesmutter von einem Lichtkreis umgeben erscheint. Alle Propheten sind an ihren Attributen gut erkennbar, zudem halten sie Schriftrollen, in denen auf die Jungfräulichkeit Marias sowie die Inkarnation verwiesen wird. Der Künstler Emmanuel Tzanes (1610-1690), der diese Ikone malte, lebte auf Kreta und in Venedig und war nicht nur als Maler, sondern auch als Dichter bekannt.

Die Ikone befindet sich als Dauerleihgabe im Ikonenmuseum der Stadt Frankfurt am Main.

(Lilli Keiner, 2020)

Last updated: 29.07.2026

Contact

Institution:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Liturgischer Teller (Patene)

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Die Patene gehört zu einer durch zahlreiche ähnliche Objekte relativ gut bekannten Gruppe liturgischer Gefäße, die vermutlich überwiegend in Konstantinopel gefertigt wurden. Auf dem Rand sind die Einsetzungsworte der byzantinischen Liturgie in sorgfältiger Schrift eingraviert: ΛAB(ETE) ΦAΓETE TOYTO AI(C)TIN TO COMA MO(Y) TO Y(ΠE)P YM(ON) (K)ΛOMAINON IC AΦECCIN AMAPTION AMHN (Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wurde zur Vergebung der Sünden. Amen). Im Zentrum der dreifigurigen Komposition steht der bärtige Christus auf einem Bema in leichter Ponderation, bekleidet mit Tunika und Pallium. In der Linken hält er ein Evangelienbuch, die Rechte ist segnend vor der Brust erhoben. Das langgestreckte Haupt wird von einem Nimbus mit diagonal eingeschriebenem Kreuz umgeben. Zu beiden Seiten der Beischriftkürzel IC XC für »Iesous Christos«. Auf dem Ehrenplatz zu seiner Rechten steht der hl. Stephanos mit Beischrift O (mit eingeschriebenem A) CTEΦANOC (der hl. Stephanos), jugendlich und bartlos, mit Nimbus und bekleidet mit den Gewändern eines Diakons. Mit der Rechten schwenkt er an einer Kette ein Räuchergefäß, in der Linken hält er vermutlich eine Pyxis. Zur Linken Christi steht Kaiser Konstantin d. Gr., der in Byzanz als Heiliger verehrt wurde und daher vor seiner senkrecht angebrachten Namensbeischrift KONCTANTINOC das Kürzel O mit eingeschriebenem A für »der hl. Konstantinos« führt. Er ist mit dem für die mittelbyzantinische Zeit typischen Kaiserornat bekleidet – dem Sakkos und dem kunstvoll drapierten und reich mit angedeutetem Edelsteinbesatz verzierten Loros. In der Rechten hält er das mit einem Kreuz bekrönte Szepter, in der Linken die Sphaira, ebenfalls mit einem Kreuz. Im Unterschied zu den meist großformatigen, oft mit Stifterinschriften versehenen Silberdiskoi der frühbyzantinischen Zeit waren die eher bescheidenen mittelbyzantinischen Patenen aus Kupferblech wohl Massenproduktion für den Bedarf der zahllosen Kirchen.